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«Hirnwütige Demos sind keine Lösung»

Atomabfälle Aktivisten stören Castor-Transport bis auf die letzten Meter / Leben und Sterbenmit der Schweiz, TA vom 9. November Erstaunliche Wut. Nach der Baustelle für den neuen Durchgangsbahnhof Stuttgart sind wieder einmal die Castor-Transporte im Visier der Demonstranten. Weil auch jeder Deutsche direkt oder indirekt Atomstrom verbraucht und bei Bedarf wohl auch die Nuklearmedizin in Anspruch nehmen würde, erstaunt diese Wut. Angst vor den Castor-Behältern kann es nicht sein, denn die teilweise noch recht jungen Leute halten sich stundenlang in deren Nähe auf. Allgemeine Aggressionen, «Fun», Gruppendruck und Identitätsstiftung sind wohl wichtigere Motive als die Abneigung gegen radioaktive Abfälle. Markus Alder, Dietikon Richtigerweise unsanft behandelt. Auch ich bin für die Abschaffung der Stromerzeugung mit Atomkraftwerken. Diese haben sich nun mal als technische Fehlentwicklung erwiesen. Aber weder mit hirnwütigen Demos noch mit ideologisch geprägten Schnellschüssen à la Grün-Rot ist dieser Fehlentwicklung beizukommen. Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sind in verantwortungsvoller Weise dabei, den Übergang zu erneuerbaren, umweltfreundlichen und ungefährlichen Energien voranzutreiben. Dies braucht Zeit, aber es wird gelingen. Leider leiten Demagogen daraus ab, die Politiker seien nichts anderes als Handlanger der Atomindustrie. So ein Unfug. Bei den «Demonstranten» vermisse ich nicht nur logisches Denkvermögen, sondern auch nur den Ansatz eines brauchbaren Gegenvorschlages. Wenn diesen Besserwissern das Lager Gorleben nicht passt, sollten sie sich an der Suche eines geeigneteren Lagers beteiligen, anstatt sich – wie ein Schweizer Demo-Tourist – zu beschweren, dass man sie richtigerweise etwas unsanft behandelt. Mann stelle sich vor, diesen Typen gelänge es, die Entsorgung der strahlenden Abfälle zu verhindern, welch ein Desaster wäre das. Siegfried Götz, Schlattingen Unhaltbare Verfahrensumstände. Der Schreiber des Berichts über das Atomendlager Benken zitiert aus einer Pseudostudio, wonach zwei Drittel der Weinländer mit diesem Atomendlager einverstanden seien und ein Atomendlager positive Folgen für das Zürcher Weinland hätte. Nicht erwähnt wird, dass diese Pseudostudie offiziell vom Forum Opalinus in Auftrag gegeben worden ist, das die Gemeinden Benken, Marthalen und Trüllikon gegründet haben. Diese Studie hat den Schaffhauser Regierungsrat derart verägert, dass er eine zusätzliche Studie in Auftrag gegeben hat. Sie ist zu völlig gegenläufigen Ergebnissen gelangt. Die Verfahrensumstände bei der Planung des Atomendlagers sind unhaltbar. Die Nagra kann schalten und walten wie sie will. Der Bund (als Verantwortlicher zur Entsorgung des atomaren Mülls aus Kliniken und Forschung) ist selbst interessierte Partei, und der Zürcher Regierungsrat ist noch immer im Verwaltungsrat der Axpo vertreten, die als Atomkraftwerkbetreiberin den Atommüll entsorgt haben will. Beat Bopp, Rudolfingen Am fünften Tag des Castor-Transports bei Gorleben. Foto: Christian Charisius (Reuters) 54% 1744Gorleben 4-F Peter Früh 4205

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