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Höhe des Eigenkapitals bestimmt die Mietpreise

Die Interkommunale Anstalt Geratrium Pfäffikon will das Eigenkapital für das Pflegezentrum um vier Millionen Franken erhöhen. Das letzte Wort hat das Stimmvolk.

Von Marc Ulrich Pfäffikon – Die Stimmberechtigten von Fehraltorf, Hittnau, Pfäffikon, Russikon und Weisslingen – Trägergemeinden der Interkommunalen Anstalt Geratrium Pfäffikon (IKA) – stimmen am 28. November über die Erhöhung des Eigenkapitals (Donationskapital) des Pflegezentrums ab. Die IKA will eine Aufstockung um 4 auf 14 Mio. Franken. Die Gemeinderäte sämtlicher Trägergemeinden sowie die jeweiligen Rechnungsprüfungskommissionen stimmen der Vorlage zu – mit Ausnahme der RPK Hittnau. Auch das Forum Hittnau ist gegen die Erhöhung und wirft der IKA vor, «zu viele Unklarheiten nicht zu erklären». Baukosten erhöht «Zehn Millionen Franken schienen bei der ersten Kostenschätzung als ausreichend», sagt Eugen Wolf, Präsident des Verwaltungsrates der IKA. «Die Baukosten für die Sanierung des Hauses Horn schätzten wir auf 25 Mio. Franken. 15 Millionen waren als Fremdkapital geplant.» Ziel des Projekts war es, alle Pflegeplätze im Haus Ahorn unterzubringen, das bisherige Pflegehaus Chriesibaum als Reserve zu behalten und die restlichen Grundstücke und Liegenschaften zu verkaufen. Die geschätzten Erlöse von 10 Mio. Franken sollten als Eigenkapital dienen, sodass die Gemeinden nichts zahlen müssen. Im Mai hat der Verwaltungsrat schliesslich einen Baukredit von 32 Mio. Franken genehmigt. «In den zusätzlichen 7 Mio. Franken enthalten sind Massnahmen zur Erdbebensicherung und die Baukosten für die Erweiterung des Pflegetraktes im Haus Ahorn, die wir in der ersten Schätzung nicht berücksichtigt haben», erklärt Enrico Caruso, Geschäftsführer des Pflegezentrums. Die Erlöse aus den Grundstückverkäufen seien mit 13,5 Mio. Franken höher ausgefallen als erwartet. «Wenn wir das Eigenkapital erhöhen, brauchen wir weniger Fremdkapital. Dadurch steigen die Preise für die Bewohner nicht markant, und wir bleiben konkurrenzfähig», sagt Caruso. «Das Betriebsergebnis würde sich um rund 300 000 Franken pro Jahr verbessern.» Die RPK Hittnau und das Forum Hittnau können diese Argumentation nicht nachvollziehen. In einer Mitteilung kritisiert das Forum, es sei nicht klar, weshalb eine Baukostenerhöhung von 7 Mio. Franken zum Anstieg des Eigenkapitals um 4 Millionen führe. Zudem befürchtet das Forum, dass bei 20 Mio. Fremdkapital und 14 Millionen Eigenkapital ein Überschuss von 2 Millionen in die Kasse der IKA wandert. Eugen Wolf: «Die Argumente der RPK und des Forums greifen ins Leere.» Bei 14 Mio. Eigenkapitel brauchen wir nicht 20 Millionen Fremdkapital. Sie haben die kantonalen Staatsbeiträge nicht mitberechnet.» Der Beitrag des Kantons betrage 27 Prozent des Eigenkapitals. «Mit 10 Mio. Franken Eigenkapital kriegen wir nur 2,7 Millionen vom Kanton, und das Fremdkapital steigt auf 19,3 Millionen. Bei 14 Millionen Eigenkapital steigt aber der Beitrag auf 3,8 Mio., und das Fremdkapital sinkt auf 14,8 Mio. Franken» Die IKA könnte durch weniger Fremdkapital gewährleisten, dass die Pflegekosten bei 10 Franken pro Tag liegen – statt 40 Franken bei höherem Fremdkapitalanteil. Wolf hofft auf ein positives Abstimmungsergebnis. «Es wäre die beste Lösung für alle Gemeinden.» Urnenabstimmung in Fehraltorf, Hittnau, Pfäffikon, Russikon und Weisslingen am 28. November.

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