Zum Hauptinhalt springen

Hofstetters Abschlussarbeit ist weit mehr als ein trockenes Konzept

Der Verein Open Air Oberrieden feiert morgen das Gründungsfest. Über die Organisation des Open Airs hat Jessica Hofstetter ihre Bachelor-Arbeit verfasst.

Oberrieden - Sein 25-Jahr-Jubiläum konnte das Open Air im vergangenen Jahr feiern. Dieses Jahr wird erstmals der Verein Open Air Oberrieden die Musikveranstaltung mit der fantastischen Aussicht auf den Zürichsee veranstalten, er hat die Organisation von der Oberriedner Jugendarbeit übernommen (der TA berichtete). Morgen Samstag feiert der Verein das Gründungsfest.

Das nächste Open Air beim Schützenhaus und auf der Schützenwiese findet am 18. und 19. Juni statt. Am Freitagabend werden verschiedene DJs auflegen, am Samstag stehen fünf Schweizer Bands auf der Konzertbühne, darunter auch solche aus der Region.

Ausgewählt und gebucht werden die Gruppen von Vereinspräsident Thomas Baumann und Jessica Hofstetter. Die bald 25-jährige Hofstetter aus Rüschlikon macht diesen Job bereits seit neun Jahren - sie ist spezialisiert auf Hip-Hop-Bands. In den ersten Jahren konnte sie die Verträge mit den Bands nicht selber unterzeichnen, jemand aus der Jugendarbeit musste die Unterschrift daruntersetzen. Sie war zu jung.

Eine gute 5 erhalten

Neu ist dieses Jahr nicht nur, dass ein Verein das Open Air organisiert, sondern auch, dass die Organisation feste Strukturen hat. Dafür ist Hofstetter verantwortlich. An der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat sie in den letzten dreieinhalb Jahren Facility-Management studiert - im Frühsommer wird sie ihre letzten beiden Prüfungen ablegen. Als es darum ging, ein Thema für die Abschlussarbeit zu finden, war für sie klar, dass sie sich mit dem Open Air befassen wollte. «In der Ausbildung hatten wir auch das Fach Event-Management, da lag das Thema auf der Hand», sagt sie. Sie reichte das Thema «Reorganisation des Open Airs Oberrieden» an der Hochschule ein, im vergangenen November lieferte sie die Arbeit ab. Stolz sagt sie, dass sie dafür eine 5 erhalten habe. «Es ist viel Herzblut in der Arbeit.»

Das Ganze ist nun aber nicht einfach ein Konzept, das auf Papier existiert. Das Organisationskomitee für das diesjährige Open Air hat sich danach gerichtet. «Wir haben Ressorts geschaffen, Leuten zum Beispiel für den Aufbau, die Medien und das Sponsoring oder den Helfern Verantwortung übertragen.» Hofstetter hat auch für jedes Ressort Pflichtenhefte mit Aufgaben und Zeitabläufen erstellt und Ablaufschemen für Prozesse aufgezeichnet.

Freude an der Verantwortung

Das Konzept scheint sich zu bewähren: «Die Leute haben Freude, dass sie Verantwortung für einen Bereich erhalten, selber Erfahrungen sammeln können», sagt Hofstetter. Und es sei bemerkenswert, wie stark sich einige daran hielten. Nur wenige Anpassungen mussten sie vornehmen, zum Beispiel einige Aufgaben einem anderen Ressort zuteilen.

Einen grossen Vorteil sieht sie, wenn eine Person aus der Organisation aussteigt: «Ab jetzt bleibt das Wissen erhalten, es geht nichts mehr vergessen.» Gründungsfest mit Apéro, Samstag, 1. Mai, ab 15 Uhr, Schützenhaus Oberrieden. Ein Freudensprung von Jessica Hofstetter: Zum einen für das Open Air, das hoch über Oberrieden stattfindet. Zum andern über ihre Bachelor-Arbeit. Foto: P. Gutenberg

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch