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Hombrechtikon gibt Heim ab

Nach der Uetiker «Wäck» will die Di-Gallo-Gruppe eine weitere Pflegeinstitution im Bezirk Meilen übernehmen: das Haus Brunisberg.

Von Lucien Scherrer Hombrechtikon – Das Portefeuille der Di-Gallo-Gruppe könnte schon bald um eine traditionsreiche Pflegeinstitution reicher sein: Der Hombrechtiker Gemeinderat will ihr das Haus Brunisberg überlassen, das derzeit 22 Menschen mit psychosozialen Problemen beherbergt. Die Gemeindeversammlung wird schon am 23. März über einen Baurechtsvertrag mit dem Familienunternehmen abstimmen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Die Di-Gallo-Gruppe soll das Heim im Weiler Uetzikon für 30 Jahre übernehmen – zu einem jährlichen Baurechtszins von 44 000 Franken. Dies entspricht 2 Prozent des heutigen Verkehrswertes von 2,2 Millionen Franken. «Der Brunisberg besetzt eine Nische und passt gut zu uns», sagt Michael di Gallo, der das Verwaltungsratspräsidium übernommen hat, als sein Vater Kurt kürzlich überraschend gestorben ist. Allein werde das Heim wegen seiner «kritischen Grösse» kaum überleben. Bevölkerung darf mitreden Dass die Gemeinde eine neue Trägerschaft für das Wohnheim sucht, ist seit knapp einem Jahr bekannt. Zwar ist der Betrieb nicht defizitär wie einst das Haus Wäckerling in Uetikon. Aber die veraltete Infrastruktur bedarf einer teuren Sanierung. Zudem ist der Gemeinderat der Meinung, dass die psychosoziale, stationäre Pflege nicht zum politischen Auftrag der Gemeinde gehöre. Insgesamt haben sich fünf Bewerber für den Brunisberg interessiert, darunter der lokale Verein für anthroposophisch erweiterte Jugendpsychiatrie. Dass die Di-Gallo-Gruppe das Rennen machte, hängt nicht zuletzt mit der Uetiker «Wäck» zusammen. Denn die Uetiker haben den Verkauf ihres Heims an di Gallo bisher kaum bereut. Im Gegensatz zu diesem wird der Brunisberg dank der Baurechtsvertragslösung nicht ganz aus der Hand gegeben. Die Bevölkerung wird auch in Zukunft ein Wörtchen mitreden können, etwa bei wesentlichen Zweckänderungen. Umbau ist geplant Falls der Vertrag am 23. März den Segen der Gemeindeversammlung erhält, will die neue Betreiberin das Heim «sukzessive den heutigen Bedürfnissen anpassen». Sprich: Heizung, Küche, Böden und die eher spartanischen Zimmer sollen saniert werden. Ein Neubau ist laut Di Gallo nicht geplant.

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