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Horbner Bauern geben auf

In Illnau-Effretikon entsteht keine Biogasanlage. Die Landwirte sagen, dass die Auflagen zu gross seien und die Kosten zu hoch.

Von Thomas Zemp Illnau-Effretikon – 200 Kilowatt Strom wären ins Netz eingespeist worden, drei Bauernhöfe und die Grossgärtnerei Lamprecht-Pflanzen hätten die Abwärme abgenommen. Doch nun kommt die Biogasanlage in Horben nicht zustande. Die drei Landwirte hätten ihre Pläne aufgegeben, selber Strom herzustellen und ins Netz zu speisen, berichtet «Der Landbote» in seiner gestrigen Ausgabe. Initiiert worden ist das Projekt von den drei Landwirten. Heute aber sagt Bauer Beat Brüngger: «Das finanzielle Risiko ist zu gross, wir können es nicht tragen.» Die Initianten rechneten mit Kosten von über 2 Millionen Franken. Auf Brünggers Land wäre die Anlage erstellt worden.Fünf Jahre haben die drei Landwirte geplant und sich alle Bewilligungen eingeholt. So genehmigte der Grosse Gemeinderat im November 2009 einen Richtplaneintrag. Rückhalt fanden sie auch beim Illnau-Effretiker Stadtpräsidenten Martin Graf (Grüne): «Wir sind gerne bereit, eine energetisch sinnvolle Lösung auf dem Stadtgebiet zu unterstützten», sagte er vor drei Jahren. Heute findet er laut dem Zeitungsbericht, dass «man einen neuen Anlauf nehmen muss». Er schlägt Gespräche mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich vor. Eine letzte Hoffnung Brüngger würde noch immer sein Land zur Verfügung stellen, wenn ein Investor bereit wäre, die Anlage zu bauen. Er selber hat aufgegeben. «Es wurde immer schwieriger», sagt Brüngger nach zahlreichen Verhandlungen. Der Kanton habe Anforderungen gestellt. Zum Beispiel ein Hygienisierungsverfahren. Weiter verteuert hätte das Vorhaben, dass sie Rohstoffe hätten beschaffen müssen. Die eigene Gülle und die städtischen Grüngutabfälle hätten nicht gereicht, um die Anlage zu betreiben. Auch über eine kleinere Anlage mit 60 Kilowatt haben die Initianten gesprochen. Die Menge an Abwärme wäre damit aber viel zu klein gewesen, lässt sich Brüngger zitieren. «Und trotzdem hätten wir die gleiche Infrastruktur gebraucht.»

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