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Horgen erzielt mehr Tore als erwartet

Legt man den richtigen Massstab an, haben Horgens Handballer beim 33:27 gegen Altdorf eine Weltklasseleistung gezeigt. NLB-Leader ist jedoch Stäfa.

Handball. - Horgens NLB-Spieler haben die Saison mit einem Paukenschlag eröffnet. Vor dem Heimspiel gegen Altdorf hatte Trainer Peter Schaudt noch tiefgestapelt: «Gegen diesen Gegner tun wir uns immer schwer», sagte er. Seine Mannschaft bewies ihm am Samstag das Gegenteil und besiegte die Urner mit 33:27. «Es hätte schlimmer kommen können», sagt Schaudt und fügt dann etwas ernster hinzu: «Wir waren das bessere Team.» Weil die Vorbereitung mit vielen abwesenden Stammspielern harzig verlaufen war, blickte Schaudt dem Start mit gemischten Gefühlen entgegen. Nach dem erfolgreichen Auftritt gegen Altdorf sagt er: «Stellt man die Vorbereitung in Rechnung, war unsere Leistung Weltklasse.»

Die Horgner liefen in den ersten Minuten zwar einem Rückstand hinterher, drehten die Partie aber früh und führten in der Halbzeit mit 16:14. Als es 7 Minuten vor Schluss 30:23 stand, konnte Schaudt gar noch die zweite Garde bringen. Vor allem die Ausbeute seiner Mannschaft erfreut den Trainer: «33 Treffer sind für uns sicher überdurchschnittlich.» Die Tore seien zudem gut verteilt gewesen. Der Blick auf die Statistik belegt: Sieben Akteure waren dreimal oder öfter erfolgreich. Dank der geschlossenen Mannschaftsleistung liegen die Horgner auf Platz 3 hinter Tabellenführer Stäfa und Biel.

Stäfa im Angriff effizient

Die Stäfner feierten im ersten Spiel der Saison gegen Aufsteiger Muri einen 41:25-Kantersieg. Der Ligafavorit thront damit schon nach einer Partie auf dem ersten Platz. «Ich glaube, als Auftakt war die Leistung in Ordnung», sagt Markus Jud. Der Stäfa-Trainer und seine Akteure waren in den Aargau gereist, ohne den Gegner genau zu kennen. «Wir kannten zwar die Spieler, wussten aber nicht, wie die sich in den vergangenen Jahren entwickelt haben», sagt er.

Die Gewissheit kam postwendend. Die Gelb-Schwarzen lagen trotz harzigem Start schnell in Front und stellen früh klar, wer das Sagen auf dem Feld hat. Jud nutzte die Situation aus und gab seinen Nachwuchsspielern schon in den ersten Minuten Spielzeit. In den letzten zehn Minuten liefen bei den Stäfnern nur noch die jungen Akteure auf.

Die erste Partie lieferte dem Trainer einige Erkenntnisse über das Spiel seiner Mannschaft. «Unsere Angriffseffizienz lag bei 64 Prozent, das ist ein guter Wert», sagt Jud. Am erfolgreichsten waren die Rückraumspieler Tobias Bosshard mit 9 und Predrag Milicic mit 8 Toren. Die Offensive ist nach wie vor das Prunkstück der Stäfner Mannschaft, Mängel habe Jud dagegen in der Defensive ausgemacht. «25 Gegentore sind zu viel», sagt er. Er wisse aber seit zwei, drei Wochen, dass in der Deckung noch viel zu tun sei.

Horgens Torhüter Robert Ante hat allen Grund zum Jubeln: Er trägt mit seinen Paraden zum Sieg gegen Altdorf bei.

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