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«Bockenkrieg!»: Horgen streitet über sein Parlament

Die Linke will in der Gemeinde mit 23'000 Einwohnern ein Parlament installieren. Die «Dorfkönige» wehren sich.

Städtisch und ländlich zugleich: Horgen mit Schinzenhof-Überbauung und Horgenberg im Hintergrund. Foto: Urs Jaudas
Städtisch und ländlich zugleich: Horgen mit Schinzenhof-Überbauung und Horgenberg im Hintergrund. Foto: Urs Jaudas

«Nur noch Studierte bestimmen!» «Hohe Kosten!» «Rot-Grün wie in Zürich!» «Bockenkrieg!» Die Gegner der Einführung eines Parlaments in Horgen fürchten um ihr Dorf, einer verweist gar auf den Aufstand der Landschaft am linken Seeufer gegen die Stadt Zürich im Jahr 1804.

An der Diskussionsveranstaltung vom Mittwochabend im Foyer des Gemeindesaals meldeten sich aber auch die Befürworter. «Wenn am Abend Gemeindeversammlung ist, muss eine der zwei Stimmen zu Hause bleiben, weil jemand von uns Eltern auf die Kinder aufpassen muss», klagte ein Vater. «Ich hatte nie das Gefühl, dass ich mich beteiligen kann», berichtet eine junge Frau. «An der Gemeindeversammlung reden ohnehin nur die zwei oder drei gleichen Wortführer», replizierte eine Frau auf das Argument, das Volk könne sich unter dem Regime des Parlaments nicht mehr beteiligen. «Die Geschäfte werden immer komplizierter, da komme ich als einfache Stimmbürgerin nicht mehr mit», räumte eine Frau ein.

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