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Huras: «Es ist zu früh, um die Spieler zusammenzustauchen»

Der SCB-Coach, der heute in Zürich gastiert, wähnt sich auf dem richtigen Weg.

Mit Larry Huras sprach Simon Graf Larry Huras, der SCB hat nach einem durchzogenen Start Davos und Lugano geschlagen. Nähert sich der Meister seiner Normalform? Die Richtung stimmt. Der Match gegen Davos war auf einem hohen Niveau, beidseits. Mit dem Auftritt in Lugano war ich weniger zufrieden. Wir liessen 18 Torchancen zu, normal sind 10 oder weniger. Marco Bührer hat uns gerettet. Haben Sie in den ersten Wochenden Meisterblues gespürt? Es war typisch. Wir waren nach der guten Vorbereitung ein bisschen zu selbstbewusst. Dass Zug und Kloten hungriger waren und nun oben stehen, ist kein Zufall. Sie sind letzte Saison beide im Halbfinal ausgeschieden und wollen den nächsten Schritt machen. Mussten Sie laut werden? Es ist zu früh, um die Spieler zusammenzustauchen. Das funktioniert nur für kurze Zeit, und die Saison ist noch lang. Aber ich bin strikt. Ich sage genau, was ich erwarte. Die Tigers sind vor dem SCB, dieZSC Lions unter dem Strich. Diese Saison hat schon einige Überraschungen gebracht. Wieso? Warten wir noch 10, 15 Spiele ab. Ende November wird sich das wieder ausgeglichen haben. Die Tigers hatten ein guten Start, aber können sie ihren Rhythmus aufrechterhalten? Lugano kann besser werden, der ZSC auch. Und auch Ambri wird sich steigern. Simon Gamache hat rund um den SCB am meisten Schlagzeilen produziert. Ist er bei Fribourg ein besserer Spieler geworden? Ich bin überrascht, wie viel über Gamache geschrieben wird. Ich glaube nicht, dass er sich bei Gottéron gross verändert hat. Seine Rückkehr hat Dubé sicher gut getan, sie harmonieren gut. Gamache hat am Wochenende okay gespielt. Wie ist Ihre Beziehung zu ihm? Gut. Ich war immer ehrlich zu ihm. Ihn an Gottéron auszuleihen, war gut für alle Parteien. Ausser vielleicht für den SCB, der in dieser Zeit wenig Tore schoss. Oder? Wie misst man Erfolg? Wir wollten dem jungen Vermin Eiszeit geben. Letzte Saison investierten wir in Froidevaux, Berger, Scherwey, das hat sich im Playoff ausbezahlt. Es ist ein Balanceakt. Natürlich hätte ich gerne mehr Punkte, aber man muss stets auch das Team entwickeln. Wie zufrieden sind Sie mit Ryan Gardner, dem teuren Zuzug aus Zürich? Die Frage ist: Wie zufrieden ist er mit sich? Ich glaube nicht, dass er zufrieden sein kann. Gardner ist professionell, er arbeitet daran, besser zu werden. Er muss ein paar Dinge tun, um zu mehr Chancen zu kommen. Er wird in den nächsten zehn Spielen besser sein alsin den ersten zehn. Sind Sie überrascht, dass der ZSCso schlecht gestartet ist? Es zeigt, wie gut die Liga geworden ist. Wenn ein paar Dinge nicht stimmen, die Schlüsselspieler nicht skoren, verliert man schnell ein paar Spiele. Zürich hat das Potenzial, in die Top 6 zu kommen. Sie haben eine erfahrene Mannschaft und Coaches, die schon lange im Business sind. Ich mache mir keine Sorgen um den ZSC. 1994, in Ihrer ersten Zürcher Saison, begann der ZSC noch schlechter. Können Sie sich daran erinnern? Natürlich, so etwas vergisst man nicht. Wir mussten 13 Spiele auf unseren ersten Sieg warten. Das habe ich Ambris Benoît Laporte kürzlich erzählt, um ihm Mut zu machen. Trotzdem haben wir das Playoff noch geschafft. Zum Glück hat Bernd Böhme damals das Vertrauen in mich nicht verloren. Dafür habe ich ihm schon mehrmals gedankt. Larry Huras weiss, dass der Meister nicht im Herbst erkoren wird. Foto: Klaunzer (Key)

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