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«Ich will nicht tauschen – vor allem nicht des Geldes wegen»

Jan Meier ist an der U-18-EM der Faustballer in Jona am Wochenende der einzige Zürcher Spieler.

Mit Jan Meier sprach René Hauri Jan Meier, wie kommt man als junger Bub aus der Agglomeration Zürich zur Randsportart Faustball? Mein Vater war schon Faustballer, und ich begleitete ihn jeweils an die Partien. Mit vier Jahren habe ich erstmals selber gespielt. Es hat mir so gefallen, dass ich geblieben bin. Sie sind 15-jährig. Was entgegnen Sie Leuten, die Faustball als Altherrensport bezeichnen? Ich sage: Du hast wohl noch nie ein richtiges Spiel gesehen. Das Durchschnittsalter in der NLA ist nicht hoch. Denn um auf Topniveau mitzuhalten, braucht es einiges an Kraft und Ausdauer, auch wenn unsere Sportart im Vergleich zu anderen nicht so anstrengend ist. Wie reagieren Ihre Schulkollegen auf Ihr Hobby? Klar bin ich mit meiner Randsportart an der Kunst- und Sportschule in Uster eine grosse Ausnahme. Aber ich habe schon immer Faustball gespielt. Und ich will nicht tauschen – vor allem nicht des Geldes wegen. Ich will Spass haben. Und den habe ich. Was schätzen Sie am Faustball? Den Teamzusammenhalt und den Umgang mit dem Ball. Wie oft trainieren Sie? 11 bis 13 Stunden wöchentlich, inklusive Krafttraining. Ein beträchtlicher Aufwand. Welches sind Ihre fernen Ziele, was können Sie im Faustball noch erreichen? Natürlich gibt es nicht so viel zu erreichen wie beispielsweise im Fussball. Mein Ziel ist, mit meinem 1.-Liga-Team vom STV Rüti einige Erfolge zu feiern und aufzusteigen. Vorerst steht aber die U-18-Europameisterschaft in Jona an. Wie ordnen Sie diese ein? Sie ist ganz klar der Höhepunkt meiner bisherigen Karriere. Es kann schliesslich nicht jeder behaupten, dass er seine erste EM zu Hause – vor heimischem Publikum – bestritten hat. Welche Ziele haben Sie sich gesteckt? Wir wollen über den Halbfinal ins Endspiel einziehen (der Vorrundensieger ist direkt für den Final qualifiziert). Was folgt, ist Zugabe. Es wird aber hart, denn Deutschland und Österreich sind für mich die klaren Favoriten. Gibt es vom Spielfeld her Unterschiede, und wie schätzen Sie die Qualität des Joner Rasens ein? Dieser ist sehr gepflegt. Es ist ein grosser Unterschied, ob man auf einem Rasen spielt, der nur gemäht wurde und vielleicht gar uneben ist, oder eben einem solchen wie in Jona, der hervorragend präpariert ist. Wie gross ist die Nervosität vor dieser Heim-EM? Natürlich bin ich aufgeregter als vor anderen Turnieren. Aber ich kann damit umgehen. Jan Meier.

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