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Im Dunstkreis der Salafisten

Durch die Aktion «Lies!» werden millionenfach Gratis-Korane verteilt, auch oft in Winterthur und Zürich. Aus rechtlicher Sicht ist das legal. Doch das Projekt bewegt sich in einem äusserst zweifelhaften Umfeld.

Solche kostenlosen Korane werden an belebten Plätzen in Zürich und Winterthur verteilt. Foto: Siegfried Grassegger (Keystone)
Solche kostenlosen Korane werden an belebten Plätzen in Zürich und Winterthur verteilt. Foto: Siegfried Grassegger (Keystone)

Ibrahim Abou-Nagie wird gerne als Hassprediger bezeichnet. Ein Begriff, der in die Irre führt. Denn die Auftritte des deutschen Muslims palästinensischer Herkunft leben nicht von hochgereckter Faust und lauter Stimme. Abou-Nagie spricht leise und überlegt. In der einen Hand trägt er eine deutsche Übersetzung des Korans, in der anderen eine Rose. Beides überreicht er den Menschen, die an seinen «Lies!»-Ständen vorbeikommen – kostenlos, mit einem Lächeln und den Worten: «Allah möge dich schützen.» Doch der Kopf der Bewegung «Die wahre Religion» hat noch ein anderes Gesicht. Mit den Kuffar – den Ungläubigen – geht der 51-Jährige hart ins Gericht: «Christen und Juden kommen in die Hölle, wenn sie den Islam nicht annehmen.» Eine Aussage, die er gerne wiederholt – mit freundlicher Miene.

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