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Im Hirzler Ring hoffen Jungschwinger, wie einst Abderhalden Jörg entdeckt zu werden

Am Buebeschwinget Region Nordostschweiz vom Samstag zeigte sich, wie populär der Sport in den letzten Jahren geworden ist.

Von Arthur Schäppi Hirzel – Sie sind zwar noch keine wirklich «Bösen», wissen aber schon sehr genau, wie man den Gegner beim Hosenlupf etwa mit einem Hüfter von den Beinen holt und tief ins Sägemehl drückt: Die 228 Jungschwinger im Alter von 8 bis 15 Jahren, die sich am Samstag zum Buebeschwinget Hirzel der Region Nordostschweiz trafen. In fünf Sägemehlringen zeigten sie in der Schützenmatt vor Kampfrichtern, ganzen Fangemeinden und zahlreichen weiteren Zuschauern ihr Talent und Können und ausgeprägten Kampfgeist. Und natürlich auch, wie es um ihre Standfestigkeit bestellt ist. Zwar dauerten die einzelnen Schwinggänge der Buben und Jugendlichen nur maximal vier Minuten. «Für einen Sieg gibt es in der Regel die Note 9,75», sagt der Hirzler Konrad Nötzli, OK-Präsident des Buebeschwingets. Eine Zehn erhält, wer den Gegner aus dem Stand heraus auf den Rücken legt. Auffallend oft am Hirzler Buebeschwinget war das vor Jahren einem gewissen Buben mit dem Namen Abderhalden Jörg gelungen. Der mehrfache Schwingerkönig hatte als Jungtalent im Hirzel gleich mehrfach hintereinander in seiner Altersklasse gewonnen. Doppelt so viele Jungschwinger Am diesjährigen Buebeschwinget machten auch 26 Schüler vom Schwingclub am Zürichsee Linkes Ufer mit, der den Anlass jeweils organisiert. «Das Interesse der Jungen am Schwingsport hat in den letzten Jahren dank einer gestiegenen Medienpräsenz enorm zugenommen», sagt Aktivschwinger Paul Korrodi aus Schönenberg. Er ist bei den linksufrigen Zürichsee-Schwingern für die Betreuung der Jungsportler verantwortlich. Allein in den letzten drei Jahren habe sich im Club die Zahl der 8- bis 18-jährigen Schwinger auf 40 verdoppelt. Ausgetragen wurde der Buebeschwinget im Hirzel bereits zum 30. Mal. Dass der Anlass längst nicht mehr aus dem Dorfleben wegzudenken ist, machte auch Gemeindepräsident Markus Braun klar. «Der Buebeschwinget gehört einfach zu Hirzel wie der Hirsch in unser Dorfwappen», sagte er. Und unzertrennlich verbunden ist der Wettkampf seit je mit der Dorfchilbi. Diese zog auch dieses Jahr wieder viel Publikum an. Jg.1996/97: 1. Kälin Daniel, Euthal (58.75); 7.a Schuler Martin, Wädenswil (56.25) Jg. 1998/99: 1. Mettler Marc, Vorderthal (59.5); 4.c Buchmann Sandro, Schönenberg (56.50) Jg. 2000/01: 1. Bärtsch Fabian, Flumserberg (59.00); 2.b Aeppli Lukas, Wädenswil (58.25); Jg, 2002/03: 1. Schlegel Werner, Hemberg (60.00). Götschi Joel aus Schönenberg gerät im Ring in Bedrängnis. Foto: André Springer

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