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Im Oberland fehlen Lehrer

Am 23. August beginnt das neue Schuljahr. Noch sind aber nicht alle Lehrerstellen besetzt. Einigen Gemeinden fehlen noch Pädagogen.

Von Andreas Frei Oberland – «Für die vakante Stelle der 2./3. Sek C in Grafstal konnte noch keine definitive Lösung gefunden werden.» Dies steht in einem Behördenbericht der Schulpflege Lindau von letzter Woche. Die Gemeinde steht mit diesem Problem nicht alleine da, wie Martin Wendelspiess, Leiter des Zürcher Volksschulamtes, bestätigt. «Es sind tatsächlich noch einige Stellen unbesetzt, zur Stunde sind es kantonsweit 78», sagt er. Immerhin seien in der Mehrzahl der Fälle keine Stellen als Klassenlehrer betroffen. Könnten solche bis Ende der Sommerferien nicht besetzt werden, müsse man sich in den betreffenden Orten mit Vikaren behelfen. «Manchmal geht die Sache dann nachträglich noch gut aus, es kommt nämlich immer wieder vor, dass den Vikaren der Job gefällt und sie bleiben», sagt Wendelspiess. Etwas anders liege der Fall bei Kleinpensen. Hier fehlen die meisten Lehrer. «Es fällt verständlicherweise schwer, einen Vikar zu finden, der wegen einiger weniger Stunden in eine weit entfernte Gemeinde fährt.» Just dies könnte in der Region Oberland das Problem sein. So sind im Bezirk Hinwil noch fünf Stellen offen – in Rüti, Seegräben und Wald je eine mit 10 Lektionen, in Dürnten eine mit 12 Lektionen und in Fischenthal eine mit 26 Lektionen in verschiedenen Klassen. Im Bezirk Pfäffikon sind noch drei Stellen zu besetzen: eine in Bauma mit 13 Lektionen, eine in Fehraltorf mit 12 Lektionen sowie die Stelle als Klassenlehrer in Lindau. Eine zweite Klassenlehrerstelle konnten die Lindauer vor wenigen Tagen besetzen, wie Lydia Bollmann von der Lindauer Schulverwaltung bestätigt. «Auch was die noch offene Stelle angeht, sind wir guten Mutes. Konkret ist zwar noch nichts, aber mögliche Lösungen sind in Aussicht», sagt sie. Klassenlehrer gefunden Eine solche hat die Schulpflege Volketswil bereits gefunden. Dort war bis vor einigen Tagen ebenfalls noch eine Stelle als Klassenlehrer unbesetzt. Inzwischen habe sich dies allerdings geändert, sagt die darüber sichtlich erleichterte Schulpräsidentin Rosmarie Quadranti (BDP). Noch unbesetzt sind aber auch in Volketswil Kleinpensen, vor allem im Bereich Integrative Förderung. Quadranti glaubt aber, dass man diese bis zum Ende der Sommerferien noch wird besetzen können. Dass dies in der Regel tatsächlich möglich ist, bestätigt auch Wendelspiess: «Kleine Pensen lassen sich oft lokal unterbringen, indem Lehrkräfte, die Teilzeit arbeiten, ihre Pensen etwas vergrössern.» Zum äussersten Mittel, dass nämlich die Lektionenzahl der betroffenen Schüler so lange reduziert wird, bis eine Lehrkraft gefunden ist, müsse man nur selten greifen. Im Bezirk Uster fehlen laut Volksschulamt neben Volketswil auch den Schulen in Dübendorf, Egg, Greifensee, Maur und Schwerzenbach noch verschiedene Lehrkräfte. Auch in diesem Bezirk sind vorwiegend kleine Pensen betroffen.

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