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Im skandalgeschüttelten Heim hat die Leitung versagt

Misshandlungen, zerstrittenes Personal, schlechte Führung – auf Adliswils Alters- und Pflegeheim prasselten im Herbst viele Vorwürfe nieder. Ein Bericht zeigt auf, weshalb die Situation eskalierte.

Der Psychologe Jürg Krummenacher ist auf seinem Gebiet ein erfahrener Mann. Und für den Patienten, der ihn in Adliswil erwartete, musste er das auch sein: Gleich ein ganzes Alters- und Pflegeheim sollte der langjährige Direktor der Caritas, der heute Dozent an der Hochschule Luzern ist, untersuchen. Den Auftrag dazu hatte ihm die Stadtregierung erteilt, nachdem im Herbst schwere Vorwürfe publik geworden waren: Im Heim seien Leute misshandelt worden, die Führung habe versagt, und das Personal liege sich in den Haaren.

Nach Gesprächen mit 42 Pflegeangestellten und Kaderleuten hat Krummenacher nun seine Befunde präsentiert. Mit Neuigkeiten zu den angeblichen Misshandlungen wartete er zwar nicht auf – mit diesen befasst sich die Zürcher Rechtsanwältin Katharina Sameli. Dafür sprach der Konfliktberater deutliche Worte, was die Heimleitung betrifft: «Die Mitarbeitenden haben eine klare Führung vermisst.» Das sei die Hauptursache dafür gewesen, dass die Situation eskaliert sei. Er empfiehlt, die Kader neu zu organisieren.

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