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Im Turm der Uetiker Kirche herrscht noch immer Funkstille

Orange hält am Standort Kirchturm für ihre Mobilfunkanlage fest. Doch der Vertrag mit der Kirchgemeinde läuft 2011 aus. Und die Regierung weigert sich, endlich Recht zu sprechen.

2001 war in Uetikon der Teufel los: Es war ruchbar geworden, dass die reformierte Kirchenpflege klammheimlich den Glockenstuhl des Kirchturms für eine Dauer von zehn Jahren ausgemietet hatte. Nicht etwa an eine kirchennahe Organisation, sondern an den Mobilfunkanbieter Orange. Dieser wollte im Glockenstuhl des funktechnisch ideal auf einem Geländesporn gelegenen Gotteshauses eine UMTS-Antenne einbauen. Für die Kirchgemeinde winkten als Gegenleistung 100'000 Franken, die Orange als Zins über die ganze Mietdauer offerierte.

Die Uetiker lasen der Kirchenpflege tüchtig die Leviten. Um des schnöden Mammons willen habe die Pflege das Gotteshaus «entweiht», hiess es an einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung. Die Kirchenbasis verlangte ultimativ die Kündigung des Vertrages.

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