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«Immerhin haben wir Druck aufgesetzt»

Das Nein zur Sporthalle ärgert den Präsidenten des Brüttiseller Turnvereins. Er ist enttäuscht, dass viele Mitglieder der Gemeinde- versammlung fernblieben.

Herr Beck, normalerweise haben Sportvorlagen an Gemeindeversammlungen leichtes Spiel. Wieso konnten die Vereine in Wangen-Brüttisellen am Dienstag nicht mehr Leute mobilisieren?

Ich habe per Mail die verschiedenen Riegenleiter angeschrieben und darum gebeten, dass die Mitglieder zahlreich an der Gemeindeversammlung erscheinen sollten. Das klappte offensichtlich nicht, was mich schon ein wenig enttäuscht hat. Das Problem ist halt, dass wir viele junge, noch nicht stimmberechtigte Sportler im Verein haben.

Andere Vereine bieten in einem solchen Fall die Eltern auf. Wird die heutige Hallensituation in der Gemeinde allenfalls gar nicht als Problem angesehen?

Ich glaube vielmehr, es lag an der ablehnenden Haltung des Gemeinderats. Da haben sich wohl viele gedacht, dass die Sache sowieso erledigt ist. Gerade in Anbetracht des knappen Ausgangs fand ich es auch schade, dass einige uns wohlgesinnte Mitglieder der anwesenden Behörden sich der Stimme enthalten haben. Und vom Fussballklub hat sich auch niemand zu Wort gemeldet.

Die haben im Winter ihren Platz in der Halle ja auch auf sicher.

Und wir können dann kein neues Volleyballteam gründen, weil alles besetzt ist. Aber ich darf mich nicht beklagen, schliesslich sind die vorhandenen Hallen auch oft vom Turnverein belegt. Diese Verknappung wird aber zunehmen, und deshalb wäre es ein zukunftsgerichteter Entscheid gewesen, jetzt mit der Planung für eine regionale Lösung zu beginnen. Ein Projekt für eine Sporthalle schiebt die Gemeinde schon seit Jahren vor sich her.

Der Gemeinderat will halt erst sein Sportplatzkonzept ausarbeiten.

Das wäre dem Konzept des Gemeinderats nicht in die Quere gekommen - im Gegenteil. Immerhin haben wir nun Druck aufgesetzt, dass der Gemeinderat mit der Ausarbeitung vorwärtsmacht. Interview: Thomas Bacher

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