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In Dietlikon haben es Turnhallen-Projekte schwer

Die Gemeindeversammlung beschäftigt sich heute mit alten und neuen Vorlagen für mehr Trainingsraum. Wies ausgeht, ist offen.

Dietlikon - In Anlehnung an die US-Komödie «The Runaway Bride» mit Julia Roberts als heiratsunwilliger Braut kursiert in Dietlikon derzeit das Bonmot «von der Gemeinde, die sich nicht traut und darum nicht baut».

Die Gemeindeversammlung heute Abend (20 Uhr, Fadacher-Saal) steht unter besonderen Vorzeichen. Diskutiert wird über eine regionale Mehrfachsporthalle, die auf absehbare Zeit nicht gebaut werden kann, weil die Nachbargemeinde nicht will. Ausserdem wird über eine Einfachturnhalle abgestimmt, die von der Schule gefordert, aber von einzelnen Ortsparteien - etwa der Bürgerlichen Vereinigung Dietlikon (BVD) und der FDP - abgelehnt wird. Und auch die Rechnungsprüfungskommission (RPK) hat sich in ihrem Abschied gegen die Vorlage ausgesprochen.

Vergangenheitsbewältigung

Die private Initiative für eine regionale Mehrfachsporthalle ist wegen des Neins der Gemeinde Wangen-Brüttisellen bereits Makulatur. Trotzdem will der Dietliker Gemeindepräsident, Kurt Schreiber (parteilos), über die Vorlage informieren und zur Diskussion anregen. Im Sinne einer Vergangenheitsbewältigung. «Rechtlich ist die Vorlage vom Tisch, emotional noch nicht.» Befürworter und Gegner sollen nochmals zu Wort kommen und die Stimmbürger von ihrer Position überzeugen.

Eigentlich würde er sich auch noch eine Konsultativabstimmung über die Initiative wünschen, sagt der Gemeindepräsident. «Das wäre auch nichts als fair gegenüber der Nachbargemeinde.» Der Antrag für eine solche unverbindliche Abstimmung müsste allerdings aus den Reihen der Gemeindeversammlung gestellt werden, sagt Schreiber.

Neue Schulturnhalle?

Die regionale Sporthalle bleibt Zukunftsmusik, dafür gelangt die Schule mit dem Wunsch nach einer Einfachturnhalle an die Stimmbürger. Die Schulpflege beantragt der Gemeindeversammlung, einen Projektierungskredit von 310 000 respektive 350 000 Franken zu genehmigen. Zur Wahl stehen zwei Varianten, ein Anbau an die bestehende Sporthalle Hüenerweid oder ein unterirdischer Neubau. «Wir reissen eine Turnhalle ab und brauchen dafür Ersatz», sagt Eva Schuster Michel, Leiterin der Schulverwaltung.

Gemäss RPK-Präsident René Seiler (FDP) waren die Rechnungsprüfer nicht in der Lage, die Vorlage zu beurteilen. Begründung: In der Weisung fehlten wichtige Angaben zu den Baukosten.

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