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In Illnau-Effretikon kommts zur Kampfwahl ums Präsidium

SP und SVP bewerben sich für das Stadtpräsidium. Gesucht ist der Nachfolger von Martin Graf, der in die Kantonsregierung gewählt wurde.

Von Anna E. Guhl Illnau-Effretikon – Vor einer Woche hat die SVP Urs Weiss als Kandidaten fürs Stadtpräsidium von Illnau-Effretikon nominiert. Am Mittwochabend haben die Sozialdemokraten ihren Kandidaten gewählt. Es ist Ueli Müller, der seit 2006 im Stadtrat sitzt. Letztes Jahr war er auf Platz 6 (von 9) wieder in die Exekutive gewählt worden. Müller wurde von der Parteiversammlung einstimmig nominiert, schreibt die SP in einer Mitteilung. Mitte verzichtet aufs Präsidium Mit Müllers Kandidatur will die linke Seite des politischen Spektrums das Stadtpräsidium verteidigen. Ab 1975 war das Amt beim SP-Mann Rodolfo Keller, 1998 wurde der Grüne Martin Graf sein Nachfolger. Die SVP versucht mit Urs Weiss, der auch für den Stadtrat kandidiert, das Amt für das rechte politische Spektrum zu gewinnen. Die beiden FDP-Stadträte verzichten aus persönlichen Gründen und aus Gründen, die das Ressort Schule betreffen, auf eine Kandidatur fürs Präsidium. Für den frei werdenden Stadtratssitz kandidiert auch die Grüne Esther Hildebrand. Die Grünliberalen treten bei diesem Wahlgang nicht an. Politische Kontinuität Die SP wolle mit der Nomination von Müller ein «klares Zeichen» setzen für politische Kontinuität, vor allem in Sachen Raum- und Energieplanung. Müller habe jahrelange Erfahrung als Gemeindepolitiker und Führungspersönlichkeit, er sei für das Stadtpräsidium bestens qualifiziert, schreibt die SP. Müller wohnt seit 1987 in Effretikon. Hier sind schon seine Eltern aufgewachsen. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Sein Geschichts- und Germanistikstudium schloss er mit dem Lizenziat ab. Anschliessend arbeitete er als freier Historiker und für das Historische Lexikon der Schweiz. Er verfasste die Ortschronik von Illnau-Effretikon, betreut seit Jahren das Jahrheft als Redaktor und engagiert sich im Hotzehuus-Verein. Seit 1998 ist Müller Berufsschullehrer an der Wirtschaftsschule KV Winterthur. Im Fall seiner Wahl könnte er seine Lehrverpflichtung auf ein halbes Pensum reduzieren. Müllers Gegenkandidat Urs Weiss von der SVP hat noch nie ein politisches Amt bekleidet. Ein gänzlich unbeschriebenes Blatt sei er dennoch nicht, wie Parteipräsident Hansruedi Wespi sagt. In Illnau-Effretikon sei er seit 20 Jahren Wahlkampfleiter für die SVP. Zusammen mit seiner Frau führt er seit 1982 die Firma Ochsner, die zehn Mitarbeiter beschäftigt und auf Fahrzeugzubehör von Landmaschinen spezialisiert ist.

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