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Ja zum ersten Freibad mit Cabrio-Dach

Das Winterthurer Freibad Geiselweid wird als erstes Bad der Schweiz mit einem Cabrio-Dach ausgerüstet. Die Gegner des städtischen Vorhabens wollen sich trotz Segen des Parlaments weiter wehren.

Im Sommer offen, im Winter bedeckt: Das geplante Cabrio-Dach des Winterthurer Freibad Geiselweid.
Im Sommer offen, im Winter bedeckt: Das geplante Cabrio-Dach des Winterthurer Freibad Geiselweid.
pd

Das Freibad Geiselweid in Winterthur soll ein Cabrio-Dach erhalten - als erstes Bad der Schweiz. Das Stadtparlament hat am Montagabend den nötigen Kredit von 4,8 Millionen Franken gutgeheissen. Die Gegner geben aber nicht auf.

Schönes Wetter: Dach auf - schlechtes Wetter: Dach zu. Mit einer beweglichen Hülle, einem so genannten Cabrio-Dach, würde das Freibad Geiselweid zur Ganzjahres-Erweiterung des gleichnamigen Hallenbades.

Am Beispiel der Masoalahalle

In seiner Vorlage führt der Winterthurer Stadtrat den zunehmenden Platzmangel im Hallenbad an. Dieses sei mit mehr als 1100 Besucherinnen und Besuchern täglich eines der bestbesuchten Hallenbädern der Schweiz. Man habe verschiedene Erweiterungsvarianten geprüft.

Am geeignetsten erwiesen habe sich eine «feste Stahlkonstruktion mit einem schiebbaren Element», überzogen von einer fünflagigen Folie. Sie soll das Freibad mit seinem Olympiabecken nach Bedarf in ein Hallenbad verwandeln. Solche Systeme seien weltweit immer häufiger. Als Beispiel wird die Masoalahalle im Zoo Zürich angeführt.

Energetisch und ökologisch schneidet die Folienkonstruktion laut Stadtrat besser ab, als ein herkömmliches Hallenbad. Zudem brauche es weniger Platz. Und schliesslich könne die Folie dereinst recycliert werden.

Gegner kämpfen weiter

Zu den 4,8 Millionen Franken, die der Grosse Gemeinderat am Montagabend sprach, ist ein Bundesbeitrag von zwei Millionen Franken aus dem Nationalen Sportanlagenkonzept zugesichert.

Der Schweizerische Schwimmverband möchte im Schwimmbad Geiselweid das Nationale Leistungszentrum Zentralschweiz-Ost einrichten. Und auch vom Kanton Zürich ist ein Beitrag zu erwarten.

Damit der Bundesbeitrag ausgelöst wird, müssen allerdings die Bauarbeiten bis zum 15. November beginnen. Damit kommt das Projekt in Zugzwang. Die Gegner haben bereits angekündigt, sie wollten Unterschriften für ein Referendum sammeln. Und auch auf rechtlichem Weg wollen sie das Cabrio-Dach bekämpfen.

Klares Ja

Sie führen energetische und städtebauliche Argumente ins Feld. Die städtischen Energievorschriften würden nicht eingehalten und es werde direkt am Ufer der Eulach gebaut. Dies gehe die ganze Stadt etwas an. Zudem sei es legitim, dass die ganze Stadtbevölkerung darüber befinden könne, wie das älteste Freibad der Stadt aussehe.

Auch im Parlament waren diese Bedenken zur Sprache gekommen. Am Ende aber stimmten bloss drei Mitglieder der SP und ein Grüner gegen die Vorlage, die demnach mit 46 zu 4 Stimmen gutgeheissen wurde.

Hallenbad im Sommer 2012 geschlossen

Das Hallenbad Geiselweid ist diesen Sommer geschlossen. Wie die Stadt am Dienstag mitteilte, wird es vom 30. April bis zum 30. Oktober saniert. Dafür öffnet das Freibad bereits am 28. April.

Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf 15 Millionen Franken. Vorgenommen werden energetische Verbesserungen, die Erneuerung der Oberflächen und Anpassungen in der Schwimmbadtechnik. Zudem wird der Eingangs- und Garderobenbereich erneuert. Und neu führt künftig eine Treppe von der Schwimmhalle direkt ins Restaurant.

SDA/pia

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