Zum Hauptinhalt springen

Kampf dem Rauch Eine beunruhigende Hatz, TA vom 28. April

Kein Feldzug gegen Raucher.

Schon wieder, zum dritten oder vierten Mal, stösst ein Journalist des «Tages-Anzeigers» ins gleiche Horn: Ein «Feldzug» gegen die Rauchenden gehe um die Welt. Dieses Ammenmärchen glaubt nun aber wirklich niemand mehr. Wo wird dieser Feldzug geplant? Wer koordiniert ihn? Wer bezahlt ihn? Der sogenannte Anti-Raucher-Feldzug, den die deutsche Zeitung «Welt» als «Stellvertreterkrieg» bezeichnete - dort weiss man wohl schon nicht mehr, was ein Krieg ist -, ist ein reines Hirngespinst. Die «beunruhigende Hatz» kann man ruhig mit weiteren unsinnigen Verschwörungstheorien beiseite stellen als ein reines Fantasieprodukt. Im Übrigen lassen unsere Gesetze die Rauchenden paffen, so viel sie wollen. Nur eben nicht dort, wo Leute anderer Ansicht sind und andere Gesundheits- und Genussvorstellungen haben. Die Zeiten haben sich geändert. Die Jahre sind glücklicherweise vorbei, in denen man sich «tolerant» den Genuss des Essens durch Zigarettenqualm verderben lassen musste, in denen man mit stinkenden Kleidern nach Hause kam, die man anderntags nicht mehr tragen konnte. Toleranz ist jetzt von den anderen gefordert. Sollen die Raucher sich mal vorstellen, sie würden im Restaurant oder in der Bar den ganzen Abend lang mit einem scheusslich süsslichen Parfüm eingestäubt, das sich kaum vom Körper lösen lässt. Und das immer und immer wieder. Würden sie sich nicht dagegen wehren? Wir haben genug vom Rauchgestank. Die Tausenden Krebstoten im Jahr allein in der Schweiz, das damit verursachte Leid und die Kosten, die alle tragen müssen, sind ein weiteres trauriges Kapitel.

Alexander Roth, Zürich

Teure alte, gesunde Leute.

Wenn beispielsweise nur noch 20 Prozent der Schweizer rauchen, kommt auf die Gesellschaft ein grosses Problem zu: Was kosten die vielen gesunden Leute, die dann uralt werden? Zudem wird es auch ohne Raucherbeizen weiterhin Asthmatiker, Lungen- und Herzkranke geben. Unverschämt finde ich, dass Hunde und Raucher gleich behandelt werden und draussen bleiben müssen.

Jane Kittel, Winterthur

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch