Dauerkandidatur Danowskis kostet Zehntausende Franken

Mit unzähligen Kandidaturen versucht Marian Danowski erfolglos ein Amt zu ergattern. Der Dauerkandidat hat keine Chance – und kostet den Steuerzahler Zehntausende Franken.

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Am 30. November ist es wieder soweit: Marian Danowski, 56, stellt sich wieder als Kandidat für ein Amt auf. Dieses Mal versucht er gleichzeitig in Zürich Statthalter, Bezirksrat und Arbeitsrichter zu werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Wahl ist gleich null. Trotzdem gibt Danowski nicht auf.

Seit über 10 Jahren kandidiert er als krasser Aussenseiter für Ämter in Stadt und Kanton. Dazwischen lancierte er bündelweise Einzelinitiativen – bisher über 200. Einmal reichte er an einem einzigen Tag über 50 Vorschläge im Kantonsrat ein. Keine Aktion führte bisher zum Erfolg.

Mehraufwand beim Auszählen kostet Tausende Franken

Folgen hat Danowskis exzessiver Gebrauch der Bürgerrechte gleichwohl: Er verursacht massive Kosten. Der Aufwand lässt sich laut Beat Gähwiler, Leiter Abstimmungen und Wahlen in der Stadtkanzlei Zürich, nicht genau beziffern: «Dafür müssten ein Statistiker und ein Buchhalter mit grossem Aufwand die Daten zusammentragen.»

Die Kosten dürften locker mehrere Zehntausende Franken betragen. Neben dem grossen Verwaltungsaufwand führen Danowskis Kandidaturen für Behördenwahlen regelmässig zu «Kampfwahlen» an Stelle von stillen Wahlen. Das führt zu zusätzlichen Publikationen, Druck- und Portokosten sowie Mehraufwand beim Auszählen im Wahlbüro. «Solche Wahlgänge legt man gewöhnlich mit anderen Geschäften zusammen, doch ein erhöhter Aufwand lässt sich nicht vermeiden», sagt Gähwiler. So kostet alleine ein Stimmenzähler pro Stunde 30 Franken. «Das ist der Preis der Demokratie», sagt Gähwiler.

Stapi-Kandidat Danwoski immer chancenlos

Teurer wird es, wenn Danowski Unterschriften sammelt, diese kurzerhand in Wahlvorschläge umwandelt und deshalb wie 2004 vor dem Richter landet. Oder wenn er nicht akzeptiert, dass er als Zürcher nicht in den Gemeinderat von Bern gewählt werden kann und deshalb den Verfahrensweg beschreitet.

Der «chronisch Kandidierende», wie in die FDP einmal nannte, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die nächste Kandidatur für ein wichtiges Amt steht jedenfalls fest: Im Februar will Danwoski auf Stadtpräsident Elmar Ledergerber folgen. Die Prognosen sind düster: Bei den Stadtratswahlen 2002 und 2006 landete er jeweils abgeschlagen auf dem letzten Platz. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.11.2008, 15:54 Uhr

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