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«Kein antisemitisches Motiv»

Am Samstagmorgen ging ein Äthiopier mit einem Fleischermesser auf Polizisten los. Für ein antisemitisches oder islamistisches Motiv gibt es gegenwärtig keine Anhaltspunkte.

Spurensicherung nach der Schiesserei bei der Schmiede Wiedikon (Bild: newspictures.ch/Johannes Dietschi)
Spurensicherung nach der Schiesserei bei der Schmiede Wiedikon (Bild: newspictures.ch/Johannes Dietschi)

Laut «Blick» soll der Angreifer mindestens zweimal «Allah akbar» gerufen haben. Ulrich Weder, Chef der Staatsanwaltschaft für Gewaltdelikte, kann dies nicht bestätigen. Er sagt aber, dass der Mann in seiner Heimatsprache etwas gerufen habe. Man habe gegenwärtig aber keine Anhaltspunkte für ein antisemitisches oder islamistisches Motiv.

Der 42-jährige Äthiopier hatte ein 25 Zentimeter langes Messer in der Hand und wurde am Samstagmorgen um 6 Uhr im Quartier Wiedikon von einer Polizeipatrouille gestoppt. Als er trotz Warnung auf die Beamten losging, schossen die Polizisten. Der Mann befindet sich im Spital. Er konnte noch nicht einvernommen werden.

Von sechs Kugeln verletzt

Bekannt ist, dass die Polizisten 13 mal geschossen haben. Dabei sei der Angreifer durch sechs Kugeln verletzt worden, wie der Bruder des Mannes gegenüber dem «Blick» sagte. Weder will sich dazu nicht äussern. Der Mann soll schwere psychische Probleme haben. Er ist auf starke Medikamente angewiesen und in Behandlung. Er wohnt seit 14 Jahren in der Schweiz und arbeitete lange Jahre als Koch. Seit etwa vier Monaten ist er arbeitslos.

Bei Polizeischüssen mit Verletzten und Toten ist für die Untersuchung seit 2001 die Staatsanwaltschaft für Gewaltdelikte zuständig. Der letzte Fall betraf die Schiesserei an der Scheuchzerstrasse im Februar im Kreis 6, als ein offenbar geistig verwirrter Mann mit seinem Auto auf die Polizisten losfuhr. Dabei stoppten die Polizisten das Auto mit Schüssen. Der Mann wurde verletzt. Die Untersuchung ist noch hängig, steht aber kurz vor dem Abschluss. (hoh)

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