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Kein Bistro für Regensberg

Im ehemaligen Volg-Lokal sollte ein Bistroladen zum Dorftreff werden. Nun wird das Projekt nicht umgesetzt. Dafür könnte der «Löwen» wieder belebt werden.

Regensberg - Nach zwei Jahren Planung und Vorbereitung steht das Projektteam «Bistroladen Burg-Treff Regensberg» vor unüberwindbaren Hindernissen. «Es spricht zu viel dagegen», erklärt Sabine Grossrieder stellvertretend für ihre zwei Kolleginnen Elke Gloor und Cornelia Gawenda.

Der Hauptgrund für den Rückzug ist die neue Perspektive für das einzige Restaurant im Dorf, den «Löwen». Die neue Gemeinderätin Gabriela Paulin steht dort in Verhandlungen für die Übernahme der Pacht. «Definitiv wird das aber erst Ende April entschieden», relativiert Paulin. Falls sie die Pacht wirklich erhält, wird sie dem «Löwen» neues Leben einhauchen. «Ich plane einen Kaffeebetrieb ab acht Uhr morgens, mit Snacks, aber ohne warme Küche. Ab 17 Uhr sollen dann gutbürgerliche Speisen angeboten werden», sagt Paulin.

«Zwei solche Angebote wären momentan zu viel für Regensberg», meint die Projektgruppe Gawenda, Gloor, Grossrieder dazu. Ihr Burg-Treff hätte zwar auch Grundnahrungsmittel angeboten und als Ort für Kurse oder Lesungen gedient. «Dieses Angebot wird durch den‹Löwen› möglicherweise nicht abgedeckt, was schade wäre.»

Das Team sieht neben dem «Löwen» aber weitere Hürden. «Unser Businessplan sah vor, das Bistrolokal ohne Unterstützung der Steuerzahler zu führen», betont Grossrieder. Dies schien mit dem projektierten Mietzins von 3250 Franken (der «TA» berichtete) nicht mehr möglich. Ausserdem habe die Kommunikation nicht richtig funktioniert. «Wir hatten eine Arbeitsgruppe, um gemeinsam mit dem Gemeinderat eine Lösung zu erarbeiten», weiss Gloor. «Doch der Gemeinderat hat nicht gut kommuniziert, wir erfuhren nur durch Zufall von unseren Mitbewerbern.» Gemeindepräsident Fritz Kilchenmann sagt, dass sich der Gemeinderat korrekt und neutral verhalten habe. Man habe keine Bewerbung bevorzugt. «Die Verhandlungen liefen unter dem Amtsgeheimnis. Nach der offiziellen Bewerbung der zweiten Gruppe sind die Damen Gloor, Gawenda und Grossrieder über die neue Situation informiert worden.»

Die besagte Konkurrenzgruppe um Gabriela Paulin hatte sich dann im Februar zurückgezogen. Das Vertrauen war bei den drei Regensbergerinnen aber bereits angekratzt. Nun ist die Luft komplett draussen. «Das Projekt ist beerdigt, es gibt kein Zurück.»

Alles wieder offen

Was jetzt mit dem ehemaligen Volg-Lokal geschieht, ist offen. «Der neue Gemeinderat muss darüber entscheiden», sagt Kilchenmann. Der Kredit für die Renovation wurde zwar bewilligt, doch der Gemeinderat ist nicht verpflichtet, diese auch durchzuführen, wenn er unter den neuen Umständen keinen Sinn darin sieht. Der ebenfalls abtretende Gemeinderat Karl Ehrler sieht dazu keinen Grund. «Der projektierte Bruttomietzins würde nach der Renovation jährlich 127 Franken pro Quadratmeter betragen», rechnet der Liegenschaftenexperte vor. Ein vergleichsweise niedriger Wert: Das Bundesamt für Statistik weist für ländliche Gemeinden einen durchschnittlichen Nettomietzins von 140 Franken aus. Gut möglich also, dass für das leer stehende Lokal ein anderer Mieter gefunden werden kann und sich die Regensberger künftig im «Löwen» zum Austausch treffen werden.

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