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Kein Firmenanlass nach Anschlag Kein Firmenanlass nach Drohbrief

Der Bombenanschlag auf ein Bürogebäude in Pfäffikon SZ war gegen zwei Mitarbeiter der Firma Cendoo gerichtet.

Von Stefan Hohler Pfäffikon SZ – Am 28. Oktober explodierte vor einem Bürogebäude an der Schindellegistrasse 71 ein Sprengkörper, vermutlich eine selbst gebastelte Rohrbombe. Verletzt wurde niemand, der Schaden an Scheiben und Gebäude beträgt mehrere Tausend Franken. TeleZüri vermutete damals, dass der Anschlag einem dort ansässigen Geschäftsmann gegolten haben könnte. Am letzten Donnerstag ist bei der Schwyzer Kantonspolizei ein anonymes Drohschreiben eingegangen, welches diese Vermutung bestätigt. Die Drohungen richteten sich gegen zwei Mitarbeiter der Firma Cendoo. Diese Firma ist im Bereich Webcommunity aktiv und wollte am Samstag im Hotel Seedamm-Plaza in Pfäffikon das neue Projekt eines «intelligenten, virtuellen News-Butlers» vorstellen. Dieser würde für den Nutzer Aufgaben im Internet erledigen, die er bisher selbst tun musste. In Absprache mit der Schwyzer Kantonspolizei wurde der Anlass aus Sicherheitsgründen abgesagt – «wegen einer Krankheit», wie es auf der Firmenhomepage heisst. Bei den im Drohbrief erwähnten Mitarbeitern handelt es sich offenbar um Jürgen K. und Daniel K. Zwei Deutsche, die in Lachen wohnen. Vor allem Jürgen K. war in der Vergangenheit mit diversen Firmen wegen haltloser Gewinnversprechen und Schneeballsystemen in die Schlagzeilen geraten. Er soll unter anderem Kleinanlegern Aktien am Telefon verkauft und traumhafte Renditen versprochen haben. In Internetforen wird deshalb vermutet, dass es sich beim Anschlag um den Racheakt eines geprellten Anlegers gehandelt haben könnte. Cendoo-Manager Daniel K. wollte sich auf Anfrage nicht äussern. Auf der Firmenhomepage wird für das Projekt des virtuellen Butlers noch zusätzliches Kapital zwischen 5 und 10 Millionen Franken gesucht: Neue Investoren würden dafür Aktien erhalten.

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