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Kein Geldsegen für Betagte

Die Meilemer haben sich dafür entschieden, den Erlös aus dem «Wäck»-Verkauf nicht nur den Betagten zukommen zu lassen.

Meilen. - Mit 1978 zu 1603 Stimmen haben die Meilemer gestern die Einzelinitiative von Ruedi Berger, Alfred Truffer und Peter Ruckstuhl zum «Wäck»-Erlös abgelehnt. Die Initianten wollten Meilens Anteil am Erlös aus dem Verkauf des Pflegeheims Haus Wäckerling in Uetikon zugunsten der Betagten verwenden.

Über die Ablehnung der Initiative war Gemeindepräsident Hans Isler (SVP) erleichtert. «Wir sind froh, dass wir nicht gezwungen sind, das Geld so zweckbestimmt einzusetzen, wie es die Initiative verlangt hat», erklärt er. Für ihn ist aber klar, dass das Abstimmungsresultat in der politischen Planung berücksichtigt werden muss. «Wir können nicht über 1600 Stimmen hinwegsehen», sagt Isler. Doch habe die Gemeinde sowieso Absichten, für die Betagten etwas zu tun.

Für die Initianten ist die Ablehnung der «Wäck»-Vorlage selbstredend eine Enttäuschung. «Nach der starken Abwehrfront bestehend aus dem Gemeinderat und den Parteien SVP und FDP haben wir aber damit rechnen müssen», räumt Alfred Truffer ein. Die Initianten sind der Ansicht, die 7,4 Millionen Franken Erlös aus dem Verkauf des Hauses Wäckerling stünde den Betagten zu und sollte in die Erneuerung der Platten-Siedlung investiert werden. Der Gemeinderat dagegen argumentierte, der Erlös stamme von einer Investition, die damals von allen Meilemer Steuerzahlern finanziert worden sei.

Das Resultat ist für Truffer allerdings keine generelle Absage an die alte Generation. «Wir haben nie einen Generationenkonflikt daraus gemacht», betont er. Für die Initianten sei klar, dass sie mit der Initiative nicht durchgekommen seien. Der nächste Schritt liege deshalb nun beim Gemeinderat, von dem Truffer eine Reaktion erwartet. «Er wird seine Versprechungen, kostengünstigen Wohnraum zu fördern, die er in der Abstimmungsweisung gemacht hat, einlösen müssen», sagt der Initiant.

Der Erlös aus dem «Wäck»-Verkauf ist unterdessen wieder in den Finanzhaushalt der Gemeinde geflossen und steht jetzt gemäss Isler für Ausgaben zur Verfügung.

ARA-Vorlage wurde angenommen

Mit grosser Mehrheit (3250 zu 338 Stimmen) nahmen die Meilemer Stimmbürger die Vorlage für den Ausbau und die Sanierung der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Obermeilen an. Damit haben sie einen Kredit von 22,8 Millionen Franken bewilligt. Der deutliche Entscheid war erwartet worden, denn die Notwendigkeit der Sanierung wurde von niemandem angezweifelt. Neben Meilen haben inzwischen auch die beiden anderen an der ARA beteiligten Gemeinden, Uetikon und Herrliberg, ihre Kostenbeiträge abgesegnet: je rund 6,9 Millionen Franken.

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