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«Keine Feministin»

Daniela Hänni will das Pfäffiker Schulpräsidium. Sie hat für Aufruhr gesorgt, sieht sich aber nicht als Opfer.

Pfäffikon - Sie hat in Pfäffikon für viel Wirbel gesorgt. Daniela Hänni (Grüne) sagt heute: «Ich bereue gar nichts, auch wenn der Eklat heute noch an mir haftet.» Sie spricht damit den Massenrücktritt der Pfäffiker Schulpflege vor zwei Jahren direkt an. Als Behördenmitglied hatte sie beim Bezirksrat eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Schulpflege eingereicht und recht erhalten. «Es war unrecht, dass die Behörde nicht haushälterisch mit den Steuergeldern umging.» Dinge geradeheraus anzusprechen und sich gegen Ungerechtigkeit aufzulehnen, charakterisieren Hänni. «Ich bin aber kein Winkelried», hält sie bestimmt fest und betont: «Ich bin keine Feministin und auch kein Opfer.» Rückblickend würde sie heute nicht mehr krampfhaft versuchen, zu allen nett zu sein. «Ich würde ausdeutschen, wie ich mich fühle.» Daniela Hänni polarisiert - und das weiss sie. «Ich gelte als unbequem, weil ich kein Fähnchen im Wind bin.» Sie habe ihre Linie, und darauf könne man sich verlassen. «Von einem Behördenmitglied erwartet man doch, dass es seine eigene Meinung hat.» Wichtig sei dabei aber ein respektvoller Ton. «Ganz egal, ob die Gesprächspartner gleicher Meinung sind oder nicht.» Gerade verschiedene Ansichten machten Gespräche interessant. Hänni bezeichnet sich als Menschenfreund. «Ich finde sie spannend, denn alle haben eine eigene Geschichte.»

Auf Baustelle anpacken

Die gebürtige Appenzellerin ist sich bewusst, dass sie am Gemeinderatstisch mit ihrer direkten Art einen schwierigen Stand haben würde, und scheut davor nicht zurück. «Es interessiert mich. Ich trete nicht einem Verein bei, wo es darum geht, Gleichgesinnte zu finden.» Sie betont: Sie vertrete jene Menschen, die sie gewählt hätten und ihr Gedankengut. «Ich lasse mich nicht in ein Amt wählen, um meine persönlichen Interessen in den Mittelpunkt zu stellen.»

Personen, die mit ihr zusammenarbeiten, bezeichnen Hänni als «sehr engagiertes Schulpflegemitglied». Als einen Menschen, der nicht nur über andere, sondern auch über sich nachdenke. Sie sei temperamentvoll und mache sich in einem männerlastigen Gremium damit das Leben nicht gerade leicht. Nach dem Eklat in der Pfäffiker Schulpflege habe sie hie und da misstrauisch reagiert. Hänni habe bei heiklen Vorfällen umsichtig und sehr bedacht gehandelt. Sie lege dort, wo es nötig sei, gute Führungseigenschaften an den Tag. «Durch all die Reformen ist die Schule zu einer grossen Baustelle geworden, auf welcher ich kräftig mitschaufeln möchte.» Dabei will sie auch Plattformen wie die Versammlung der Schulpräsidenten nutzen. «Es wäre aber illusorisch, zu glauben, ich könnte das Amt antreten und innert vier Jahren den Bau fertigstellen.»

Ob Hänni bei einer Niederlage als Schulpflegerin in der Schulbehörde weiterarbeiten würde, macht sie vom Wahlresultat abhängig.

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