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Keine Gnade für Heroindealer mit kranker Tochter

Mit 14 Kilo Heroin hat die Polizei einen Dealer in Wallisellen erwischt. Der Mann hoffte auf eine Strafsenkung &endash wegen seiner krebskranken Tochter.

Von Attila Szenogrady Wallisellen &endash Gestern Montag stand der Angeklagte vor dem Zürcher Obergericht. Er wehrte sich gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Bülach. Dieses hatte den Kellner bereits im letzten Mai wegen Drogendelikten zu einer hohen Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Aufgrund der Schwere der Vergehen sahen die Oberrichter jedoch keinen Raum für eine Strafsenkung. Sie bestätigten das Bülacher Verdikt, wobei der Gerichtsvorsitzende zum Schluss verdeutlichte, dass die erstinstanzliche Strafe sogar eher zu milde ausgefallen sei. Im Oktober 2009 war der heute 45-jährige Mazedonier auf frischer Tat ertappt worden. Der Mann, der sich mit gefälschten Ausweisen als Bulgare ausgab, wollte gerade eine Liegenschaft betreten, als ihn die Polizei festnehmen konnte. Die Ermittlungsbeamten stellten in seinem parkierten Auto über 14 Kilogramm Heroin sicher. Drogen im Keller gelagert Die Untersuchungen ergaben, dass der Mann das Rauschgift schon Ende September nach Wallisellen gebracht und im Keller einer Liegenschaft gelagert hatte. Nun wollte er die Drogen mit seinem Personenwagen abtransportieren und beim Bahnhof an Dritte übergeben. 30 000 Franken hätte er für seine Dienste kassiert. Bereits im April 2009 hatte der Beschuldigte in Wallisellen zwei Kilogramm Heroin an seine Abnehmer übergeben und als Belohnung 5000 Franken erhalten. Der Familienvater liess seinen Rechtsanwalt auf eine deutliche Strafsenkung auf nur noch vier Jahre Freiheitsentzug plädieren und machte ein menschliches Tatmotiv geltend. So sei eine seiner vier Töchter an Lungenkrebs erkrankt. Wo-rauf er für die Operation ein Darlehen von rund 30 000 Franken aufgenommen habe. Später habe der Gläubiger massiv Druck auf ihn und seine Familie ausgeübt, um sein Geld zurückzubekommen. Einschlägig vorbestraft Wegen dieser Schuld sei er gezwungen gewesen, die fraglichen Heroingeschäfte in Wallisellen abzuwickeln, gab der Mann zu Protokoll. Gegen den Angeklagten sprach allerdings die Tatsache, dass er bereits eine einschlägige Vorstrafe auf dem Kerbholz hat. So wurde er 1994 wegen Heroinhandels im Kilobereich vom Landgericht München zu einer hohen Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt.

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