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Kletterplausch droht das Aus

Stäfa – Der Verein Kletterplausch.ch ist durch die Festnahme eines Trainers stark in Bedrängnis geraten. Dem Kletterleiter werden sexuelle Übergriffe auf Jugendliche vorgeworfen (TA von gestern). Für die Stäfner Kletterer ist die Verhaftung ein Desaster: Das Kletterzentrum Greifensee hat ihrem Verein per sofort ein Hallenverbot erteilt. Nur als Einzelpersonen wird den 130 Kindern und ihren 20 Leitern der Eintritt noch gewährt. «Ohne die Halle verliert der Verein seine Trainingsmöglichkeiten», erklärt Trainer und Krisenmanager Köbi Lämmler. Und weil mit dem Angeschuldigten der engagierteste Leiter in Untersuchungshaft sitzt, musste der Vorstand sofort einen neuen Einsatzplan erstellen. Als erfahrener Leiter der Organisation Jugend + Sport übernahm Lämmler auch gleich die Verantwortung für das gesamte Training: Fünfmal zwei Stunden pro Woche leitet er nun die Kurse – weil er nicht dabei zusehen könne, wie die begeisterten jungen Kletterer ihr Hobby aufgeben müssten. Wie der Betrieb weitergehen und die Zukunft des Vereins aussehen soll, darüber werden Lämmler und seine Vorstandskollegen in den nächsten Wochen intensiv beraten. Als Erstes haben sie die Fachstelle Mira beigezogen, die Hilfe und Prävention bei sexueller Ausbeutung anbietet. Ob der Verein Kletterplausch.ch weiterbestehen wird, ist fraglich. «Wir wollen klettern», betont Köbi Lämmler, «aber diese Möglichkeit hätten wir auch, wenn wir uns einer anderen Organisation anschlössen.» Kontakt zu dem verhafteten Kletter-Leiter hat er keinen.(rim)

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