Zum Hauptinhalt springen

Kloten kommt ohne Profis in der Exekutive aus

Der Stadtrat von Kloten hat versucht, den Fraktionen ein neues Entschädigungsmodell schmackhaft zu machen. Ohne Erfolg.

Von Alexander Lanner Kloten &endash In einem Postulat stellte Rachel Grütter (SVP) dem Stadtrat die Frage, ob es möglich sei, dass das Amt des Stadtpräsidenten und einzelne Stadtratsmandate künftig im Teilzeit- oder Vollamt auszuüben seien. Hintergedanke dabei war, auch in Zukunft sicherzustellen, dass sämtliche Stadträte neben einer beruflichen Tätigkeit ihr politisches Amt ausführen können, da die Aufgaben der Exekutive immer komplexer würden. Die Antwort des Stadtrats war ausführlich. Dennoch kritisierte Grütter einige Punkte. «Wir wollten das politische System nicht über den Haufen werfen», stellte sie klar. Das alte sollte nur hinterfragt werden. Sie schlug deshalb ihren Ratskollegen vor, den Bericht des Stadtrats nur «zur Kenntnis zu nehmen». Keine Entschädigungen Der Stadtrat hatte im Beschluss geschrieben, dass ihm das Parlament gleichzeitig den Auftrag geben soll, «die Revision der Entschädigungsordnung im Sinne des Vorschlags durchzuführen». Mit der Streichung dieses Zusatzes wurde das Postulat abgeschrieben. Der Stadtrat zeigte in seiner Antwort vier alternative Modelle auf. In seinem Beschluss legte er dem Parlament den Vorschlag nahe, einen «kleinen Systemwechsel» zu überdenken. Dieser spricht sich für das Modell IV aus, das dem Stadtpräsidenten 60 Prozent, den übrigen Stadträten 40 Prozent zugesteht. Weiter sollte die Behördenentschädigung in einen «marktgerechten Arbeitslohn» umgewandelt und eine Abfindungsregelung für die unverschuldete Nichtwiederwahl zwischen zwei und zwölf Monatslöhnen eingeführt werden. Reduktion des Pensums Mit dieser Anpassung könne erreicht werden, dass künftige Kandidaten auch mit einer Reduktion ihres bisherigen Arbeitspensums eine adäquate Entschädigung erhalten. Dies mache das Amt auch für die kommenden Wahlen attraktiv. Die Inkraftsetzung dieser neuen Entschädigungsverordnung wäre auf den 1. Januar hin 2013 möglich, die Mehrkosten von rund 408 000 Franken wären für den Voranschlag 2012 zu budgetieren.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch