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Klotener Aufschwung trotz alter Probleme

Die Flyers korrigierten ihren Fehlstart mit drei Siegen in Serie. Von den Ausländern kam dabei immer noch viel zu wenig. Ein neuer soll diese Woche kommen.

Bei den Kloten Flyers war gestern Ruhetag, und für heute ist nur Kraft-, aber kein Eistraining angesetzt. Das Team hat sich die Erholung mit drei Siegen in der vergangenen Woche verdient. Und für einmal ist auch Trainer Anders Eldebrink nicht unglücklich über fünf spielfreie Tage.

Hamr und Von Gunten ohne Kraft

Mit dem Gastspiel vom Freitag beim Tabellenzweiten Bern und dem Derby vom Samstag in Kloten erwartet die Flyers ein anspruchsvolles Wochenende. Angesichts der diversen Verletzten in der Verteidigung arbeitet die Zeit ebenfalls für die Flyers. In den Worten von Anders Eldebrink: «Hamr und Von Gunten sind tot.» Es ist seine etwas überspitzte Beschreibung der Folgen der Mammutpensen, die der Tscheche und der Bieler zuletzt absolvierten, weil mit Du Bois, Winkler und Welti drei Stammverteidiger verletzungshalber fehlen. Hamr litt zudem selbst noch an den Folgen einer Knieverletzung, die er nun ebenfalls etwas auskurieren kann.

Dass die Klotener ihren Fehlstart innert einer Woche einigermassen korrigieren konnten, heisst allerdings nicht, dass sie alle ihre Probleme gelöst hätten. Das Samstagsspiel in Langnau legte einmal mehr die Schwäche im Überzahlspiel offen. Zwar verwertete Roman Wick gleich das erste Powerplay zum 1:0 (13.), aus den folgenden sieben Zweiminutenstrafen, die der strenge amerikanische DEL-Schiedsrichter Rick Looker aussprach, konnten sie jedoch keinen Nutzen ziehen. Bei den Klotener Überzahlspezialisten gab es viel zu wenig Bewegung und kaum Überraschungsmomente.

Das liegt auch daran, dass die ausländischen Stürmer nach wie vor weit von ihrer Form der vergangenen Saison entfernt sind. «Von Rintanen und Santala muss mehr kommen», fordert auch Eldebrink. Der langjährige Torgarant traf bisher erst zweimal, Santala noch gar nicht. Und die beiden tun auch viel zu wenig dafür. In sieben Spielen schossen sie zusammengezählt nur 32-mal auf die gegnerischen Tore. Der fünffache Torschütze Wick (35) hat allein mehr Schüsse abgegeben - der 23-Jährige war bisher der mit grossem Abstand beste Klotener Feldspieler. Nur Goalie Ronnie Rüeger, der am Samstag alle vier Langnauer Penaltys abwehrte, kam seiner Bestform bisher ähnlich nah.

Ein Nordamerikaner für Stevenson?

«Wir brauchen einen neuen Ausländer», sagt deshalb Eldebrink. Für den ungenügenden und zuletzt wieder überzähligen Stürmer Grant Stevenson wird ein Abnehmer gesucht. Der Fehler, den die Flyers mit seiner Verpflichtung machten, wird sie auf jeden Fall noch Geld kosten. Seinen Nachfolger will Sportchef Alpo Suhonen diese Woche präsentieren. Es dürfte wieder ein Nordamerikaner sein. Wenn die NHL-Klubs in den nächsten Tagen die letzten Kaderschnitte gemacht haben, wird noch der eine oder andere einen Arbeitsplatz suchen.

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