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Klotener Sozialprojekt kommt bis ins Wohnzimmer

Die Lebenskompetenz von Jugendlichen und jungen Familien in Kloten soll mit dem Projekt live@kloten gefördert werden.

Kloten - Der Stadtrat hat sich - unter anderem - das strategische Legislaturziel gesetzt, durch präventive Massnahmen die Lebenskompetenz von Jugendlichen und jungen Familien zu fördern. «Man kann das Projekt unter dem Übertitel Integration zusammenfassen», erklärte Stadtrat Mathias Christen an der gestrigen Medienkonferenz. Letztlich gehe es darum, den interessierten Bevölkerungsteilen aufzuzeigen, welche Angebote sie in Kloten finden können.

Peter Tschümperlin von der Stabsstelle Soziales der Stadt Kloten sowie Gesamtprojektleiter von live@kloten, steckte die Zielgruppe im Detail ab: «Einerseits soll Jugendlichen mit mangelnder Berufsperspektive und Lehrabbrechern zwischen 16 und 19 Jahren geholfen werden, andererseits wird Erstgebärenden sowie Neuzuzügern mit Kindern unter vier Jahren Unterstützung angeboten.» Alle drei Bevölkerungsgruppen stünden vor einer enormen Umstellung des Lebensalltags. Tschümperlin geht davon aus, dass etliche Betroffene Hilfe annehmen würden, wenn sie wüssten, wo sie diese bekommen.

Freiwillige Helfer gesucht

Gaby Schuker, die Leiterin Koordination Familienergänzende Betreuung und verantwortlich für das Teilprojekt Junge Familien», erläuterte das konkrete Vorgehen: «Wir werden die Familien anschreiben und als nächsten Schritt einen Hausbesuch anbieten.» Dabei wird das Angebot vorgestellt, das in der Stadt Kloten für die Bedürfnisse junger Eltern oder Alleinerziehender bestehe. Falls danach noch immer eine Hemmschwelle bestehe, könne man einen zweiten Besuch machen. «Wir schätzen, dass 10 bis 20 Familienbesucher oder Kulturvermittler nötig sind, die möglichst die Landesprache der Betroffenen sprechen», so Schuker. Die Suche nach freiwilligen Helfern, die ab Januar als Familienbesucher eingesetzt werden, laufe in Kürze an. Ein Einführungskurs werde ebenfalls angeboten, zudem würden die Einsätze vergütet.

In Kloten sind vom September 2008 bis August dieses Jahres 96 Erstgebärende sowie 25 Neuzuzüger mit Kleinkindern erfasst worden. Und diesen soll die Möglichkeit gegeben werden, in der neuen Situation ein Zugehörigkeitsgefühl zu entwickeln sowie ein Beziehungsnetzwerk aufzubauen.

Jugendliche brauchen Arbeit

Für Jugendliche ist das erklärte Ziel, einen Ausbildungsplatz zu finden oder zumindest mittels Praktika die Integration in den Arbeitsprozess zu ermöglichen. «Schulabgänger, die keine Lehrstelle gefunden haben, sind einfach zu eruieren», so Anita Egg, die Leiterin Jugendarbeit und zuständig für das Teilprojekt Jugendliche. Schwieriger sei es, die Lehrabbrecher ausfindig zu machen. Die Jugendlichen müssten auf freiwilliger Basis kommen. Ein Zwang bestehe nicht. Es sei deshalb wichtig, dass jeder in Kloten wisse, dass man «Jugendliche mit diesen Problemen zu uns schicken kann». Alexander Lanner

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