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Klotens Anlauf zur Revanche

Die Flyers steigen zuversichtlich in den Halbfinal gegen Meister Bern, vermissen aber Spielgestalter DuPont.

Von Etienne Wuillemin Das Lob für Kloten-Captain Victor Stancescu kommt von Altmeister Ari Sulander: «Der Treffer in der Verlängerung war ein typischer Playoff-Treffer. Puck vors Tor. Mann vors Tor. Und dann einfach schiessen. Solche Spieler wie Stancescu fehlten uns in den entscheidenden Momenten.» Stancescu findet die Worte von Sulander «schmeichelhaft». Gerade weil Sulander schon manches Playoff-Duell bestritten und gewonnen hat. Es war kein Zufall, dass Stancescu die fünfte Derby-Serie der beiden Zürcher Kontrahenten entschied. Am Samstag noch hatte er wegen seines lädierten Rückens vorbeugend pausiert. Am Dienstag ging er für die Flyers wieder gewohnt kampfeslustig, aber nie übermotiviert voran. Zwei Tore waren der persönliche Lohn. «Ein mit Freude erkämpfter Sieg», wie Trainer Anders Eldebrink festhielt, der Lohn für das Team. Keiner will Favorit sein Die Ereignisse um das aufwühlende Derby rücken nun aber schnell in den Hintergrund, die Flyers haben einen neuen Fokus: den SC Bern. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob sich Kloten für die Schmach im Halbfinal der vergangenen Saison revanchieren kann. Stancescu hat nicht mehr viele Erinnerungen an das 0:4, «es ging ja auch sehr schnell». Vor der Neuauflage hat er ein Kloten ausgemacht, das reifer sei und sich nicht mehr überrennen lassen werde. Zudem liegt auch der Heimvorteil diesmal auf der Seite der Zürcher. Eldebrink gibt sich zuversichtlich, dass seine Spieler die Lehren aus dem letzten Jahr gezogen haben. «Bern war besser vor beiden Toren», sagt er. «Also müssen wir mehr Abpraller vor Bührer provozieren und jene vor Rüeger besser bereinigen.» Was die Favoritenrolle betrifft, gibt es verschiedene Ansichten. «Bern muss den Final erreichen – wir dürfen», sagt Eldebrink. SCB-Sportchef Sven Leuenberger entgegnet: «Kloten ist Favorit und hat mehr Druck.» Zu diesem Schluss kommt Leuenberger wegen der um 15 Punkte besseren Qualifikation der Flyers. Und weil sie im Sommer kräftig investiert hätten in Spieler wie Blum, Bieber, Lemm und DuPont. Ob DuPont, der herausragende Stratege der Flyers, indes mittun kann, ist alles andere als sicher. Sportchef Jürg Schawalder versichert zwar, dass der Fuss des Kanadiers nicht gebrochen sei, ein rasches Comeback ist gleichwohl unrealistisch. Das Problem sind die Schmerzen. Dagegen hilft auch keine Spritze. «Dann wäre das Gefühl im Fuss weg, und er könnte nicht einmal mehr bremsen», sagt Schawalder. Huras bläst zur Jagd Wie sehr DuPont den Flyers fehlt, wurde am Dienstag besonders im harmlosen Powerplay offensichtlich. Ebenso wenig wie der Kanadier wird wohl Flügel Denis Hollenstein in den ersten Spielen des Halbfinals zurückkehren. Aber auch der SCB ist nicht frei von Sorgen vor dem Halbfinal. Ihm fehlt mit Travis Roche ebenfalls der kreativste Spielgestalter. Mit dem Unterschied, dass sich das Fehlen des Kanadiers gegen Langnau kaum bemerkbar machte. SCB-Trainer Larry Huras sagt, seine Spieler seien wie Jagdhunde. Er hat ihnen die Flyers in Form von ersten Videoanalysen ein erstes Mal schmackhaft gemacht, «jetzt sind wir bereit für die Jagd.» Huras erwartet ein stark verbessertes Kloten im Vergleich zur Vorsaison und schiebt sogleich nach: «Auch wir sind besser als im Meisterjahr.» Es klingt ein bisschen wie eine Drohung. Voll in Fahrt Richtung Halbfinal: Flyers- Captain Victor Stancescu.Foto: EQ

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