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Konzilianter Chef

Hanspeter Hugentobler kämpft um seine Wiederwahl als Schulpräsident. Er hatte «s Föifi und s Weggli».

Pfäffikon - Hanspeter Hugentobler (EVP) sass von 2002 bis 2006 bereits eine Amtsdauer in der Pfäffiker Schulpflege, um dann während zweier Jahre als Liegenschaftenvorstand im Gemeinderat zu amten. Dass Hanspeter Hugentobler nach dem Knatsch in der Pfäffiker Schulpflege vor zwei Jahren das Schulpräsidium übernahm, passt. So charakterisieren ihn Personen in seinem Umfeld als guten Zuhörer. Er habe eine sehr ausgeglichene Art, mit Menschen und Problemen umzugehen, und gewinne rasch den Überblick über eine komplexe Situation. Hugentobler wird attestiert, dass er nichts anbrennen lasse und Ungemütliches nicht zur Seite schiebe.

Kollegen nicht aussuchen

Die Ersatzwahl zum Schulpräsidenten im 2008 bescherte Hugentobler «s Föifi und s Weggli». Denn seither sitzt er nicht nur im Gemeinderat - gleichzeitig steht er seinem Lieblingsressort, der Schule, vor. «Einerseits habe ich es so nicht mehr mit Objekten, sondern mit Menschen zu tun.» Es sei wichtig, dass die Anliegen der Schule immer wieder am Gemeinderatstisch diskutiert würden. «Das gehört zur Gesamtwahrnehmung der Einheitsgemeinde», betont Hugentobler. Andererseits lägen ihm Führungsaufgaben. In Hugentobler-Manier prüfte er vor zwei Jahren genau, was mit dem Präsidium der gebeutelten Behörde auf ihn zukommen würde. Die Pfäffiker Schulpflege stand damals im Schaufenster der Öffentlichkeit. «Mir lag aber die Schule am Herzen - ich hatte sie aus meiner Zeit als Schulpfleger in bester Erinnerung.» Sein wohlüberlegtes Fazit lautete bei Amtsantritt: «Im schlimmsten Fall geht es schief und ich werde abgewählt.»

Der Geschäftsführer eines christlichen Medienhauses will den Vorsitz eines Unternehmens nicht mit jenem einer Schulbehörde vergleichen. Und wieder zeigt sich sein ausgeprägt konzilianter Charakter: «Alle haben in eine Behörde die selben Rechte - die Meinung des Präsidenten hat nur wenig mehr Gewicht.» Es sei ihm wichtig, gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern Lösungen zu finden. Von einer «Befehlsausgabe» will Hugentobler in seiner Führungsweise nichts wissen. So ist für ihn denn auch Teamfähigkeit das wichtigste Attribut eines Kandidaten für die Pfäffiker Schulpflege. Trotzdem legt er grossen Wert auf verschiedenste Ansichten. «So kann sich die Behörde ein möglichst komplettes Bild einer Situation machen.» Schliesslich gehe es darum, die Bevölkerung so gut als möglich zu widerspiegeln. «Ausserdem sehe ich das nüchtern - wer in eine Behörde will, kann sich seine Kollegen nicht aussuchen.» Wie seine Kontrahentin will auch Hugentobler sich vorgängig nicht entscheiden, ob er bei einerNiederlage als Schulpflegemitglied weiterarbeiten werde. «Ich werde in diesem Fall erst das Ergebnis analysieren.» Schliesslich müsse ihm die Bevölkerung dieses Amt nach wie vor zutrauen.

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