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Kopftuch Die muslimischen Hippies, TA vom 25. September

Kopftuch Die muslimischen Hippies, TA vom 25. September Mangels politischer Unterstützung. Am Schluss seiner Analyse schreibt TA-Redaktor Dario Venutti: «In diesem Fall wäre eine Errungenschaft der Aufklärung tatsächlich in Gefahr: die Trennung von Staat und Religion.» Damit streut der Autor der Leserschaft Sand in die Augen. Die Errungenschaft der Aufklärung, nämlich die Trennung von Staat und Religion, kennen wir nur in den Kantonen Genf und Neuenburg. In allen Kantonen, also auch im Kanton Zürich, sind die «anerkannten Kirchen» vom Staat nicht getrennt. Wann ergreift endlich die Kantonsregierung, das Kantonsparlament oder eine politische Partei die Initiative und hilft mit, diesen Unsinn abzuschaffen! Peter Uehlinger, Zürich Ledige Frauen «unter der Haube». Es war Mitte des vorletzten Jahrhunderts. In der europäischen Gesellschaft gab es unter anderem zwei Probleme: keine häusliche Krankenpflege und keine sinnvolle Lebensaufgaben für ledige Frauen. Findige Köpfe schufen dann die Form der evangelischen Diakonie. Ledige Frauen wurden zu Pflegerinnen ausgebildet. Aber ledige Frauen durften ohne Begleitung keine fremden Häuser betreten. Darum wurde den Pflegerinnen eine «Haube» verpasst damals das Kennzeichen verheirateter Frauen. So entstand vor bald zweihundert Jahren die heute noch übliche Form der Diakonissentracht. Ähnlich (mit anderen Beweggründen) den Nonnen in der katholischen Kirche. In unserer Gesellschaft oftmals belächelt — aber seit je akzeptiert. Warum sollen nun muslimische Frauen nicht dürfen, was den Christinnen als Nonnen, Diakonissen (und/oder auch bei Trachten) bei der Arbeit schon immer zugestanden wurde und normal war? Ich verstehe das nicht. Urs Bangerter Horgen Mutige Aussage. Dario Venutti zeigt auf, wie vielfältig die Hintergründe sind, die das Tragen des Kopftuchs mit sich bringen. Besonders mutig ist seine Aussage, dass selbst im Fall von Musliminnen, die das Kopftuch unter Zwang tragen, der Staat nicht eingreifen sollte. Caterina Jarjour, Zürich «Warum sollen Musliminnen nicht dürfen, was bei den Christinnen als Nonnen schon immer normal war?»

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