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Kreisel-Puck in Kloten wird Thema für Regierungsrat

Ein EVP-Kantonsrat bittet die Zürcher Regierung, auf den Abbruch eines Wahrzeichens der Flughafenstadt zu verzichten.

Die Scheibe des Anstosses: Die Verkehrsinsel in Kloten. (Keystone/Petra Orosz/Archiv)
Die Scheibe des Anstosses: Die Verkehrsinsel in Kloten. (Keystone/Petra Orosz/Archiv)

Der übergrosse Eishockey-Puck in Kloten wird zu einer Angelegenheit für den Regierungsrat. Er soll erklären, weshalb diese Installation abgebrochen werden soll. Die Baudirektion hatte den Abbau befohlen, weil der Puck eine Werbemassnahme darstelle. Nicht weit entfernt davon steht allerdings ein Swiss-Kreisel, bestehend aus einer Heckflosse mit Schweizer Kreuz.

Vor fünf Jahren hatte der EHC Kloten den fünf Meter grossen Puck zu seinem 80-Jahr-Jubiläum in einem Kreisel aufstellen lassen. Die Baudirektion hatte dies bewilligt - allerdings nur temporär.

Nun soll der Puck wieder weg - oder zumindest das Logo des Hockeyvereins. Denn das sei unerlaubte Werbung, findet die Baudirektion. Die Stadt Kloten ignorierte jedoch die Frist bis Ende September, weil der Puck inzwischen ein Wahrzeichen geworden sei. Zudem gebe es auch einen Kreisel, welcher der Swiss gewidmet sei.

«Bekämpfung eines Wahrzeichens»

Die Baudirektion blieb jedoch dabei und drohte inzwischen damit, den Puck selber abzubauen und der Stadt Kloten die Rechnung dafür zu schicken. EVP-Kantonsrat Mark Wisskirchen will nun in einer Anfrage an den Regierungsrat wissen, weshalb sich die Baudirektion derart «in die Bekämpfung eines städtischen Wahrzeichens verbeisst». Verein, Fans, die Stadt und deren Bevölkerung könnten diese ungewöhnlich hartnäckige Haltung des Kantons nicht nachvollziehen. Grosses Unverständnis und Ärger hätten sich breitgemacht.

Der Parlamentarier will, dass der Regierungsrat die Baudirektion dazu auffordert, auf den Abbruch zu verzichten. Der Regierungsrat hat nun drei Monate Zeit, auf diese Forderung zu antworten. Bis dann wird der übergrosse Puck wohl inklusive Logo stehen bleiben.

SDA/fal

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