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Kreuz & verquer

Kreuz & (ver)quer «Aut-aut» nennen es die Italienischsprachigen – jenes erpresserische Entweder-oder, das vor allem die Lega dei Ticinesi meisterhaft beherrscht. Jüngstes Beispiel: Per Communiqué hat Giuliano BignascasPartei den vor-läufigen Austritt aus dem Parlament angedroht, falls zwei von ihr lancierte oder mitgetragene Volksinitiativen nicht noch vor den kantonalen Wahlen im April behandelt werden. Zudem zieht die Lega über die SP her, die an der Verschleppung einer dieser Initiativen schuld sein soll. Nicht herziehen mag die Lega hingegen über die SVP, die sich bei der anderen Initiative gegen die Lega gestellt hat – jene SVP übrigens, die soeben bekannt gegeben hat, bei den Regierungsratswahlen die Kandidaten der Lega zu unterstützen. Man merke: Es ist Wahlkampf – noch so ein Metier, das Bignasca und seine Truppe meisterhaft beherrschen.(len) * Edouard Stern, der französische Financier und Freund vonNicolas Sarkozy, starb vor sechs Jahren im Latexanzug und an einen Stuhl gefesselt im Schlafzimmer seiner Genfer Wohnung. SeineGeliebte Cécile B.hatte ihn nach sadomasochistischen Sexspielen mit Revolverschüssen getötet. Die in Genf wegen vorsätzlicher Tötung verurteilte Französin durfte das Gefängnis nach Verbüssung von zwei Dritteln ihrer Strafe verlassen. Dennoch beflügelt der «Fall Stern» weiterhin die Fantasien – und beschäftigt Gerichte. Anwälte der Familie Stern versuchen derzeit in Paris, gerichtlich die geplante Verfilmung des Romans «Sévère» über das schillernde Leben des steinreichen Franzosen zu verhindern und den Rückzug des Buchs aus dem Handel zu erwirken. Laut einer Stern-Anwältin ist der Roman «eine Ansammlung von Schandtaten» und beschmutzt die Erinnerung an den Verblichenen. (di)

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