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Krippe und Schule vereinen

Der Gemeinderat Fehraltorf will Krippe, Hort und Mittagstisch in einem Gebäude vereinen. Er hofft, dass sich Russikon am Projekt beteiligt.

Fehraltorf - Der Gemeinderat legte die Förderung der ausserschulischen Kinderbetreuung bei Amtsantritt in seinen Legislaturzielen fest. Jetzt nimmt das Projekt einer gemeindeeigenen Krippe Form an. Der Gemeinderat hat gestern sieben Architekten bestimmt, die ihre Vorprojekte einer Jury unterbreiten werden. Der Gewinner soll bis Ende Januar feststehen und dann ein Bauprojekt ausarbeiten. Auch der Standort ist nun gefunden. Laut Sozialvorsteher Christian Wegmüller (FDP) sind die Kosten für das Bauvorhaben noch nicht bekannt. Wegmüller verspricht, dass dieser Betrag aber keinen Einfluss auf den Steuerfuss haben wird - auch längerfristig nicht. «Studien zeigen, dass eine Krippe die Integration fördert und so die Sozialkosten sinken.» Zudem mache sie Fehraltorf als Wohngemeinde attraktiver, was sich positiv auf die Steuererträge auswirke. «Wichtig ist, dass wir die Aufwendungen, die entstehen, decken. Wir wollen uns mit der Krippe keine goldene Nase verdienen.»

Die Gemeinde will die Kindertagesstätte nicht betreiben, sondern wird lediglich die Räumlichkeiten weitervermieten: «Wir überlassen die Organisation Experten, die damit Erfahrung haben», sagt Wegmüller.

Ein Korb von Weisslingen

Es war nicht nur das neue Volksschulgesetz, das den Fehraltorfer Gemeinderat dazu bewog, sich der Kinderbetreuung anzunehmen. «Die neue Überbauung Vivaldi und 2500 Arbeitsplätze in der Industrie lockten Neuzuzüger nach Fehraltorf. Viele von ihnen wollten von uns wissen, was wir in Sachen Kinderbetreuung zu bieten haben», erinnert sich Wegmüller. Geeignete bestehende Räumlichkeiten hätten sich zwar im Industriegebiet anerboten. Dies sei aber zu weit vom Dorfzentrum und von der Schule entfernt und darum für eine Krippe ungünstig. Darum sei ein Neubau die richtige Variante.

«Zudem wünschen wir uns eine Zusammenarbeit mit Russikon», führt Wegmüller aus. Weisslingen, ein zweiter möglicher Partner, habe bereits abgewunken. Der Fehraltorfer Gemeinderat ist bei seinen Russiker Kollegen kürzlich diesbezüglich vorstellig geworden. Dies bestätigt Russikons Gemeindeschreiber Marc Syfrig. «Der Gemeinderat hat sich informiert und wird bei seiner nächsten Sitzung eine Absichtserklärung verfassen.» Grundsätzlich seien derartige Synergien mit anderen Kommunen willkommen. Russikon und Fehraltorf spannen bereits bei der ARA zusammen und haben eine gemeinsame Gemeindepolizei.

Raum auch für Jugendliche

Eine fünfköpfige Kommission hat sich mit der Standortfrage der gemeindeeigenen Krippe auseinandergesetzt. Mit deutlichem Resultat: «Wir kamen überein, dass die Kindertagesstätte an der Schulhausstrasse aufs Heiget-Areal gehört», sagt Wegmüller. Dieses erfülle alle Anforderungen. Zudem stünde dort bereits ein Spielplatz, der von den Kindern genutzt werden könnte. «Damit steht die Krippe neben der Schule, was für die Kinder nur von Vorteil ist.»

Der Fehraltorfer Gemeinderat hat beschlossen, im Neubau nicht nur die Krippe, sondern auch den Hort und den bereits bestehenden Mittagstisch unterzubringen. «Wir haben uns dabei das Kinderhuus der Gemeinde Maur zum Vorbild genommen», so Wegmüller. Aus logistischen Gründen mache dies beispielsweise für Geschwister Sinn. «Kinder, die nach der Schule in den Hort gehen, müssen so keinen gefährlichen Weg auf sich nehmen.» Vorgesehen ist ein zweistöckiges Gebäude mit einer Grundfläche von 460 Quadratmetern. Dieses wird zudem ein Jugendkafi beherbergen.

In einem Jahr vors Volk

Die Fehraltorfer Exekutive hat beschlossen, die Krippen über die Elternbeiträge zu subventionieren.

Der Gemeinderat will das Projekt im ersten halben Jahr 2010 an einer Infoveranstaltung der Öffentlichkeit präsentieren. «Spätestens im Dezember wollen wir der Gemeinde ein entsprechendes Geschäft zur Abstimmung vorlegen, schliesslich rechnen wir mit einem Jahr Bauzeit.»

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