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Krippenspiel in einer ungewohnten Form

Die Weihnachtsgeschichte einmal anders: «Bethlehem in Horgen» ist kein Krippenspiel, sondern eine Fotostory. Zu sehen morgen an der «Chinderwiehnacht».

Horgen - Wenn Gemeindepräsident Walter Bosshard (FDP) als «oberster Steuersekretär» für Maria und Josef seine Tür zur Amtsstube öffnet und auf der Passerelle über dem Bahnhof drei Sterndeuter in den Himmel schauen, ist «Bethlehem in Horgen». Die Bilder-Geschichte mit gleichnamigem Titel wird morgen Abend an der «Chinderwiehnacht» in der reformierten Kirche gezeigt.

Dass dieses Jahr anstelle eines traditionellen Krippenspiels eine Fotostory gezeigt werden soll, stand bereits kurz nach der letztjährigen Feier fest. Doris Kast, Beauftragte religionspädagogisches Gesamtkonzept der reformierten Kirche, sagt, dass dies vor allem den jungen Darstellern zugute komme. Denn diese müssten für einmal keine Texte auswendig lernen.

«Bethlehem in Horgen» ist die zwölfte Weihnachtsgeschichte, die Kast inszeniert. Jedes Jahr nach den Herbstferien beginnt sie, mit Kindern des kirchlichen Freizeittreffs Domino für die Vorführung zu proben. Daneben textet sie die Dialoge der Schauspieler, organisiert Verkleidungen und Requisiten und sucht passende Lieder für den Gottesdienst aus. Unterstützt wird Kast von freiwilligen Helfern und Jung-Leitern. Bestrebt, nicht jedes Jahr ein klassisches Krippenspiel aufzuführen, inszenierte sie schon ein Schatten-Weihnachtsspiel oder liess die Kinder, wie letztes Jahr, auf der Bühne mit Hammer und Säge an einem echten Stall bauen.

Doch dieses Jahr ist alles ein bisschen anders. Die vierteilige Bildergeschichte «Bethlehem in Horgen» ist bereits im Kasten. Die 3.- bis 6.-Klässler des Domino stellten zusammen mit jüngeren Kindern des Kolibri (ehemals Sonntagsschule) an verschiedenen Schauplätzen im Dorf die Weihnachtsgeschichte nach. Das Ergebnis wird in der Kirche auf eine Grossleinwand projiziert und von den Kindern und einem Flötenensemble musikalisch begleitet.

Doris Kast sagt, das Schwierigste sei, als Freizeittreff neben den vielfältigen Angeboten für Kinder bestehen zu können. «Was sich während der letzten zwölf Jahre am meisten verändert hat, ist die Bereitschaft der Kinder, sich verbindlich für die wöchentlichen Proben zu engagieren.» Für sie und ihr Team bedeute dies, möglichst flexibel zu bleiben.

Begeistertes Publikum

Das Horgner Publikum zeigt sich von den Inszenierungen jeweils begeistert. Die «Chinderwiehnacht» gleicht denn auch selten einem klassischen Gottesdienst: In der Kirche wird geklatscht und manchmal auch herzhaft gelacht. Auch wenn die Kinder für die morgige Aufführung keine Texte auswendig lernen müssen, ist Doris Kast nach all den Jahren ebenso aufgeregt wie die kleinen Protagonisten selbst. Sie wünsche sich, dass auch mittels der Bildergeschichte «die frohe Botschaft der Geburt Jesus die Herzen der Zuschauer erreicht». Laura Schurr

«Chinderwiehnacht» in der reformierten Kirche Horgen: Sonntag, 13. 12., 17.15-18.30 Uhr. www.refhorgen.ch Herodes (links) will von den zwei Weisen wissen, ob in Bethlehem ein neuer Herrscher geboren wird. Foto: Patrick Gutenberg

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