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Kyburger diskutieren ein weiteres Jahr über unterirdische Parkplätze

Der Kyburger Gemeinderat will Unterniveaugaragen bauen. Nun geht der Streit mit dem Kanton in die Verlängerung. Ob dies zu einer Lösung führt, ist unsicher.

Kyburg. - Kyburg diskutiert bereits seit drei Jahren über den Bau von Unterniveaugaragen. Die dreijährige Planungszone lief Mitte August ab. Da bisher noch keine Lösung gefunden wurde, wird sie nun um ein weiteres Jahr verlängert. Der Gemeinderat zeigt sich nach wie vor nur vorsichtig optimistisch. Ob nun endlich eine Lösung gefunden werde, müsse sich erst zeigen, sagt Gemeindeschreiber Martin Lee.

Das Problem: Wegen des schutzwürdigen Ortsbildes müssen Parkplätze in Kyburg ungewöhnlich strenge Vorgaben erfüllen. So untersagt die geltende Bau- und Zonenordnung in der Kernzone 1 den Bau von unterirdischen Garagen. Gleichzeitig dürfen Parkplätze die Vorgärten nicht schmälern. Dies führt in Kyburg zu einem akuten Parkplatzproblem. Wegen der abseitigen Lage des Dorfes haben die meisten Haushalte mehr als ein Auto - aber nur einen Abstellplatz.

Fahrzeuglifte statt Einfahrten

Bereits im Dezember 2006 schlug der Gemeinderat eine Teilrevision der Nutzungsordnung vor. Er wollte damit bezwecken, dass in der Kernzone 1 Unterniveaugaragen erlaubt würden - wenn das Ortsbild dadurch nicht verändert würde. Dieser Nachtrag hätte den Bau von Rampen verboten. Die Einfahrt wäre demzufolge nur über Fahrzeuglifte möglich gewesen. Doch der Kanton stellte sich quer. Das Amt für Raumordnung und Vermessung (ARV) wollte, dass die Gemeinde ihre Pläne nochmals überdenkt. Es begann ein langes Tauziehen.

Vor zwei Monaten ging der Kyburger Gemeinderat mit der kantonalen Baudirektion schliesslich hart ins Gericht. Er warf ihr anhand mehrerer Beispiele vor, zu langsam zu arbeiten und Versprechungen nicht einzuhalten. Am 9. Juli stellte sich Baudirektor Markus Kägi (SVP) diesen Vorwürfen in einem Gespräch. Man setzte sich endlich an den runden Tisch. In gegenseitiger Übereinkunft wird nun die am 15. August endende Planungszone um ein Jahr verlängert. Innerhalb dieser Frist sollen Teile der Kernzone K1 der Kernzone K2 zugewiesen werden. Diese würde Unterniveaugaragen erlauben - falls die Einfahrt unauffällig und sorgfältig in die Umgebung eingepasst ist. Gemäss Martin Lee wären in der Kernzone K2 Einfahrten - je nach Gelände - prinzipiell möglich. Wo und in welcher Form die Garagen letztlich gebaut werden sollen, sei hingegen noch unklar. Die Umzonung muss sowohl von der Kyburger Gemeindeversammlung als auch vom Zürcher Regierungsrat genehmigt werden.

Ob das zusätzliche Jahr reichen wird, um das langwierige Problem zu lösen, mag Lee nicht versprechen. Mit dem Kanton führe man zwar inzwischen konstruktive Gespräche, doch auch Private müssen mitspielen. «Gegen alle Entscheide sind Rekurse möglich», sagt Lee. «Über Fristen lässt sich daher kaum Auskunft geben.» In jedem Fall will der Gemeinderat das Problem zusammen mit der Baudirektion nun konkret lösen. «Diese Gespräche haben noch nicht angefangen», erklärt Lee. «Ich hoffe aber, dass den Worten nun endlich Taten folgen.»

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