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Lieferwagen stürzte ins Tobel

Ein spektakulärer Unfall hat gestern die Feuerwehr Meilen zu Bergrettern gemacht. Der schwer verletzte Fahrer eines Kleintransporters musste mit der Seilwinde aus dem Beugenbachtobel geborgen werden.

Von Christian Dietz-Saluz Meilen – Kurz nach 6 Uhr verlor gestern Morgen ein 65-jähriger Lenker eines Lieferwagens auf der Charrhaltenstrasse Richtung Meilen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Auf schneeglatter Fahrbahn rutschte es über eine Kurve hinaus, durchbrach ein Holzgeländer und stürzte mit seinem Fahrzeug rund 15 Meter in die Tiefe – bis zur Sohle des Beugenbachtobels. Der Verunglückte hatte trotz der erlittenen Verletzungen einen Schutzengel zur Seite. Zum einen blieb das Auto auf den Rädern stehen, sodass der Fahrer nicht kopfüber im Wasser zu liegen kam; zum andern entdeckte ein bald nachfolgender Automobilist die frischen Spuren im Schnee, die direkt ins Tobel führten. Wenige Minuten später hätte der dichte Schneefall die Spuren auf der Strasse verwischt, und der Unfall wäre unter Umständen lange unentdeckt geblieben. Rettung mit Kran und Stahlseil So aber konnten die Polizei, die Feuerwehr Meilen und der Rettungsdienst Männedorf dank des aufmerksamen Autofahrers rasch zum Unfallort ausrücken. Es begann eine schwierige Bergung des wahrscheinlich am Rücken verletzten Unfalllenkers. Die Feuerwehr leuchtete das Tobel mit Scheinwerfern aus und baute aus zusammengehängten Leitern einen Abstieg in die Tiefe. Weil der Wagen auf den Rädern stand und die Türen zu öffnen waren, wurde kein schweres Bergungsgerät benötigt. Aber die Befreiung des Verunglückten wurde aufgrund des Verletzungsgrades zu einer aufwändigen Aktion. Vom Kran des Pionierfahrzeugs wurde ein Stahlseil hinabgelassen; daran hing eine Rettungswanne, wie man sie auch bei Einsätzen mit Rettungshelikoptern in den Bergen verwendet. Mit dieser festen Liege konnte der Patient erschütterungsfrei aus dem Tobel gehoben werden. Ein Feuerwehrmann begleitete den Verunfallten am Seil hängend. Auf der Strasse konnte der Verletzte dem Rettungsdienst zum Abtransport übergeben werden. Die Charrhaltenstrasse blieb für die Ermittlungsarbeit der Polizei bis 10 Uhr gesperrt. Der Lieferwagen kam im Beugenbach auf die Räder zu stehen, links die Leiter der Feuerwehr.Foto: News Pictures/Markus Heinzer

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