Zum Hauptinhalt springen

Lufingen: Zweiter Anlauf für geplante Überbauung

Der private Gestaltungsplan für 39 Wohnungen in Augwil ist letztes Jahr auf grossen Widerstand gestossen. Nun liegt eine «entschärfte» Variante öffentlich auf.

Manuela Moser Lufingen – Im Gebiet Vorder Marchlen zwischen der Zürcher- und der Augwilerstrasse im Lufinger Ortsteil Augwil sollen bis im Herbst 2013 sieben Mehrfamilienhäuser mit total 39 Wohnungen entstehen. Ob Miet- oder Eigentumswohnungen, ist noch offen. Davon sind 3 Wohnungen im vordersten Bau für Büros vorgesehen. Auf die umstrittene Tankstelle mit integriertem Shop verzichtet die Investorin, die Klotener Garaplan AG, im zweiten Anlauf. Bereits vor einem Jahr hatte die auf Generalunternehmungen spezialisierte Firma eine erste Bebauungsidee für das 8000 Quadratmeter grosse Areal in der Einfamilienhauszone präsentiert. Damals meldeten aber 120 Augwiler am Informationsabend Bedenken an: Sie befürchteten, dass die Tankstelle mehr Verkehr und mehr Lärm bringen würde. Am gestrigen Informationsabend des überarbeiteten Gestaltungsplans wurde ebenfalls heftig diskutiert (siehe Box). Skepsis ernst genommen «Wir haben die Bedenken der Anwohner ernst genommen», sagt Jürg Schefer, Mitinhaber der Garaplan. Er selbst glaubt allerdings nicht daran, dass die Tankstelle Mehrverkehr generiert hätte. «Sie hätte einfach den täglich auf der Zürcherstrasse zirkulierenden 15 000 Fahrzeugen genützt.» Das rund 20 Millionen Franken teure Projekt hat laut Schefer im neuen Entwurf all seine Stärken bewahren können. Er nennt insbesondere die 100 Meter lange, begrünte Lärmschutzwand entlang der Zürcherstrasse, welche auch den bereits bestehenden Einfamilienhäusern zugutekommen wird. «Für die Anwohner wirken bereits die Bauten selbst als Lärmschutz», sagt Schefer. Der Durchblick soll ebenfalls gewahrt werden: Die nach jetziger Bau- und Zonenordnung (BZO) geltende maximale Gebäudehöhe von 9 Metern werden die Neubauten nicht überschreiten. Statt der erlaubten 25 Meter sind die Gebäude lediglich 18 Meter breit – und der Abstand zwischen den Häusern beträgt rund 10 Meter. Unbestritten ist für die Inhaber der Garaplan zudem, dass Wohnungsbau in Augwil einem Bedürfnis entspricht. «Wir denken an jüngere Doppelverdiener, die sich mit dem Kauf eines Einfamilienhauses noch nicht binden wollen», sagt Schefer, «oder ältere Menschen, denen ein Einfamilienhaus zu viel geworden ist.» Noch offen ist, ob in einem der Bauten Alterswohnungen realisiert werden. Mindestens die Hälfte der Wohnungen wird behindertengerecht gebaut. Gemeinde begrüsst Projekt Die Gemeinde Lufingen steht hinter dem Projekt. Gemeindeschreiber Kurt Renk hält den Abriss des Restaurants Frohsinn für keinen Verlust: «Es gab bereits früher viele Lärmklagen und Pächterwechsel.» Die Wahrscheinlichkeit, dass die Neubauten viel Mehrverkehr für die Augwilerstrasse generieren, schätzt er als «gering» ein. Allerdings ist in Augwil auch eine Erweiterung des Golfplatzes geplant (der TA berichtete). Diese wird die Autos ebenfalls über die Augwilerstrasse führen. An der Gemeindeversammlung im Dezember stimmen die Bürger über jenen Gestaltungsplan ab. «Noch wissen wir nicht, wie viel Mehrverkehr der Golfplatz generieren wird», sagt Renk. Die Firma Garaplan garantiert, dass sie mit wellenartigen Trottoirs und Gästeparkplätzen zu einer Temporeduktion der Autos beitragen wird. Der Gestaltungsplan liegt ab heute für 60 Tage auf; an der Gemeindeversammlung im Dezember werden allfällige Änderungen vorgestellt. Ende Februar 2011 stimmen die Bürger an einer ausserordentlichen Versammlung darüber ab. Spatenstich ist Anfang 2012.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch