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Magie im Gewächshaus

Die italienische Band Sulutumana kam mit neuen Liedern nach Stäfa und verzauberte das Publikum.

Von Nadja Belviso Stäfa – Die sechs Mitglieder der italienischen Folkband Sulutumana haben schon Hunderte von Konzerten hinter sich. Ihre Auftritte empfinden sie offensichtlich dennoch nicht als Routine: In ihren Gesichtern liegt eine Hingabe zur Musik, wie man sie sonst nur von Liebenden kennt, die verschmelzen wollen. Möglich ist die anhaltende Leidenschaft nur, weil ihre Musik unerschöpfliche Möglichkeiten zu Neuinterpretationen bietet. Möglich aber auch, dass bei ihrem Auftritt am Sonntag in Stäfa die aussergewöhnliche Kulisse zur magischen Atmosphäre beigetragen hat. Als Abschluss einer Veranstaltungsreihe des Kulturkarussells Rössli und der Gärtnerei van Oordt ging das Konzert im Gewächshaus über die Bühne. Zwischen Gummi- und Bananenbäumen, eingehüllt vom Nebel aus der Maschine wie von Dschungeldampf, sang Gianbattista Galli die vertonten Fabeln des neusten Albums «La storia cominciò» – die Geschichte begann. Mit den «Kinderliedern, nicht nur für Kinder», wie es Galli am Sonntag nannte, begann auch eine neue Ära in der Band-Geschichte. Nach dem Abgang des Gitarristen Michele Bosisio, einem Namenswechsel und der Rückkehr zum alten Namen in neuer Formation, schufen sich die Männer aus Como eine neue Identität. Weg von den hochpoetischen Texten hin zu einfachen Geschichten mit Tiefgang. Zu kurz kamen am Sonntag allerdings eingefleischte Sulutumana-Fans, die auf ihre Lieblingssongs aus den melancholischen ersten beiden Alben warteten. Engelhafter Teufelsgeiger Dennoch flogen der Band die Sympathien zu. Dafür sorgte Galli mit bubenhaftem Charme und seinen durchaus erfolgreichen Versuchen, die Ansagen auf Deutsch vorzutragen. Andrea Aloisi ist man versucht, Teufelsgeiger zu nennen, hätte er nicht die Ausstrahlung eines Engels. Die Band wurde von Zugabe zu Zugabe geklatscht, bis sie das Publikum selbst in die Pflicht nahm und gemeinsam mit ihm ein Abschiedslied sang. So fand eine Konzertreihe mit Hindernis einen geglückten Abschluss – nachdem der Haupt-Act Lunik am Samstag kurzfristig absagen musste. Mit Yakaree habe man einen Ersatz gefunden, der gut angekommen sei, sagte Rössli-Veranstalter Paul Rostetter.

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