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Mann bei Streit an der Seepromenade schwer verletzt

Ein 22-Jähriger musste in der Nacht auf Sonntag nach Fusstritten und Schlägen an den Kopf ins Spital. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest.

Tatort Utoquai: An der Zürcher Seepromenade kam es in der Nacht auf Sonntag zu einem Streit mit Folgen. Archivbild: Keystone
Tatort Utoquai: An der Zürcher Seepromenade kam es in der Nacht auf Sonntag zu einem Streit mit Folgen. Archivbild: Keystone

Ein 22-jähriger Mann hat in der Nacht auf Sonntag bei einem Streit am Utoquai in Zürich schwere Kopfverletzungen erlitten. Ein 18-Jähriger wurde festgenommen.

In die tätliche Auseinandersetzung kurz nach 1 Uhr in der Nacht in der Nähe des Restaurants Pumpstation waren laut bisherigen Ermittlungen mehrere Personen verwickelt, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte. Der 22-Jährige wurde durch Faustschläge und Fusstritte schwer am Kopf verletzt. Er wurde in ein Spital gebracht.

Die unbekannten Täter konnten zunächst flüchten. Später nahmen Zürcher Kantonspolizisten einen Verdächtigten fest; es handelte sich um einen 18-jährigen Mann. Ermittlungen zum Tathergang und den Hintergründen des Streits wurden aufgenommen. Die Polizei sucht Zeugen.

Immer wieder Vorfälle am Utoquai

Der jüngste Vorfall ist kein Einzelfall. Am Utoquai kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, wobei auch Sicherheitskräfte angegriffen werden, wenn sie ausrücken müssen. So war am Donnerstag vor Ostern ein Container beim Restaurant Pumpstation angezündet worden. Im Anschluss an die Löscharbeiten durch die Feuerwehr warfen Unbekannte Flaschen und Steine auf die Polizeifahrzeuge und Mitarbeiter. Eine Polizistin hat sich durch einen Stein leicht an der Schulter verletzt.

Zwei Tage später kam es dann erneut zu Containerbränden am Utoquai. Wieder wurden die Polizisten mit Steinen und Flaschen beworfen. Trotz Abmahnung durch das Megafon, konnte sich die Lage nicht beruhigen und die Polizei setzte Gummischrot und Tränengas ein.

Der gravierendste Vorfall ereignete sich im August 2018. Die Stadtpolizei musste wegen einer Messerstecherei an die Seepromenade ausrücken. Dabei wurde sie von mutmasslichen FCZ-Fans der Südkurve mit Steinen und Flaschen angegriffen. Um zu den Verletzten zu gelangen, musste die Polizei Reizstoff und Gummischrot einsetzen.

Videokameras werden ausgewertet

Aus diesen Gründen hat die Stadtpolizei Zürich entschieden, im Juni und Juli am Utoquai die Überwachungskameras einzuschalten. Nicht jeden Tag, sondern von Freitag bis Sonntag und vor Feiertagen zwischen 20 und 2 Uhr morgens. Auf diese Weise will die Stadtpolizei am Utoquai die öffentliche Sicherheit und Ordnung wahren und Straftäter besser identifizieren können.

Die zeitlich befristete Inbetriebnahme der Videoüberwachungsanlagen im Bereich Utoquai (Bild: Stadtpolizei)
Die zeitlich befristete Inbetriebnahme der Videoüberwachungsanlagen im Bereich Utoquai (Bild: Stadtpolizei)

Laut Judith Hödl, Sprecherin der Stadtpolizei, würde man nach der gewalttätigen Auseinandersetzung vom frühen Sonntagmorgen die Videos auswerten. Beim 22-jährigen Opfer handelt es sich um einen Syrer, der Verhaftete ist ein 18-jähriger Schweizer.

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