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Maur will Wohnungen für Senioren erstellen

Die Gustav-Zollinger-Stiftung plant in Forch einen Neubau mit Wohnungen und möchte das Zollingerheim sanieren. Die beiden Projekte kosten knapp 48 Millionen Franken.

Von Stephan Kälin Maur – Gleich zwei grosse Bauvorhaben will die Gustav-Zollinger-Stiftung in den nächsten Jahren realisieren. Die Betreiberin des Zollingerheims in Forch plant einerseits das Hauptgebäude des Alters- und Pflegeheims mit einer Sanierung auf den neusten Stand zu bringen. Andererseits will sie daneben einen Neubau mit Seniorenwohnungen erstellen. «Die Nachfrage nach Wohnungen für leicht pflegebedürftige Menschen ist riesig», sagt Josef Zimmermann, Direktor der Stiftung. Obwohl das Projekt noch nicht beworben wurde, hätten sich schon zahlreiche Interessenten gemeldet. In 19 2½-Zimmer- und 15 3½-Zimmer-Wohnungen soll den künftigen Bewohnern ein Komfort geboten werden, der es ihnen erlaubt, möglichst lange selbstständig zu wohnen. Alarmanlagen in jedem Raum, Haltegriffe in den Bädern und grosszügige Räume sind nur einige der unterstützenden Massnahmen. Der geplante Neubau mit fünf Geschossen sticht aber vor allem dank seiner siebeneckigen Form ins Auge. «Das Gebäude passt sehr gut in die Landschaft», sagt Zimmermann. Das sei jedoch nicht der einzige Grund, weshalb man sich für diese Form entschieden habe. «Unser Ziel war es, für den Neubau möglichst wenig Land zu beanspruchen», sagt der Direktor. Schliesslich solle den Bewohnern auch weiterhin ein Park zur Verfügung stehen. Urnengang nötig Rund 20,5 Millionen Franken wird das Neubauprojekt voraussichtlich kosten. Der Stiftungsrat möchte den Bau auf privater Basis realisieren und mit Hypothekardarlehen finanzieren. «Die Gemeinderäte von Maur und Zumikon prüfen aber zurzeit, ob die Gemeinden der Stiftung ein entsprechendes Darlehen für eine gewisse Zeit zur Verfügung stellen sollen», verweist Zimmermann auf eine andere Lösung. Anders als beim Neubau der Seniorenwohnungen sind die beiden Gemeinden Maur und Zumikon verpflichtet, die Sanierung des bestehenden Gebäudes des Zollingerheims zu finanzieren. Projektierungskosten von 2,16 Millionen Franken haben die beiden Gemeindeversammlungen im Juni 2009 bereits genehmigt. Über die Gesamtinvestitionen in Höhe von 27,1 Millionen Franken entscheiden die Stimmbürger beider Gemeinden im kommenden September an der Urne. Für die Gemeinde Maur belaufen sich die Kosten auf knapp 16,3 Millionen Franken.Seit 28 Jahren ist das Alters- und Pflegeheim Zollingerheim in Betrieb. «Die Sanierung ist fällig», sagt Josef Zimmermann. Es geht dabei aber nicht nur um die Werterhaltung der Bausubstanz und die Erneuerung der technischen Anlagen. Auch die Bedürfnisse der Bewohner hätten sich geändert. So sei es heute schlicht nicht mehr zeitgemäss, dass nicht jedes Zimmer über ein eigenes Bad verfüge. Daneben seien grosszügigere und hellere Räume gewünscht. Mit einem viergeschossigen Anbau mit acht neuen Zimmern wird das Angebot verbessert werden. Nach der Erweiterung stehen 64 Einbett- und 6 Zweibettzimmer mit insgesamt 76 Pflegeplätzen zur Verfügung. Bauarbeiten in Etappen Um den Betrieb des Zollingerheims auch während der Bauarbeiten zu gewährleisten, werden diese in verschiedenen Etappen ausgeführt. Im Januar 2012 soll mit dem Neubau der Seniorenwohnungen begonnen werden. Sind diese realisiert, ziehen die Bewohner des Hauptgebäudes in die neuen Wohnungen, damit die Sanierung des Hauptgebäudes durchgeführt werden kann. Die Planung sieht den dortigen Baubeginn im November 2012 vor. Für den gesamten Bauprozess wird mit einer Dauer von 36 Monaten gerechnet. Infoveranstaltung: Mittwoch, 20. April, 20 Uhr, Loorensaal Maur. «Die Nachfrage nach Wohnungen für leicht pflegebedürftige Menschen ist riesig.» Josef Zimmermann, Direktor

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