Mehr als 1800 Autofahrer am Uetliberg gebüsst

Die Zahl der Autosünder am Zürcher Hausberg nimmt trotz hartem Bussen-Regime weiter zu.

Am Uetliberg gibt es immer mehr Autosünder – trotz hartem Bussen-Regime: Ausflügler geniessen den Blick über die Stadt. (Archivbild)

Am Uetliberg gibt es immer mehr Autosünder – trotz hartem Bussen-Regime: Ausflügler geniessen den Blick über die Stadt. (Archivbild) Bild: Anthony Anex/Keystone

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Die Gemeinde Uitikon hat im zweiten Jahr nach der Installation von zwei Überwachungskameras über 1800 Autofahrer gebüsst, die das Fahrverbot auf den Uetliberg missachtet hatten. Dies berichtet Energy Zürich. Die Zahl der Verzeigungen hat gegenüber dem ersten Jahr um knapp 15 Prozent zugenommen – trotz des harten Bussen-Regimes. Im ersten Jahr erhielten knapp 1600 Autofahrer einen Strafzettel.

Mehr als 80 Prozent der Autofahrer haben gewendet, nachdem sie die Kamera auf Höhe Schülerheim Ringlikon erblickt hatten, wie Patrik Wolf, Sicherheitsvorsteher von Uitikon dem Sender sagt. Trotzdem wurden sie gebüsst. Denn das Fahrverbot beginnt nicht erst bei der Kamera, sondern schon viel weiter unten.

Mehr legale Fahrten

«Wir haben am Anfang der Uetlibergstrasse grössere Schilder aufgestellt, welche auf das Fahrverbot aufmerksam machen und haben bei der Einfahrt in die Strasse eine Verengung eingebaut. Die Autofahrer reagieren allerdings erst, wenn sie die Kamera sehen, nur befindet man sich dort schon längstens im Fahrverbot», sagt Patrik Wolf.

Zugenommen haben in den vergangenen zwölf Monaten nicht nur die Bussen, sondern auch die legalen Fahrten auf den Zürcher Hausberg. Es wurden 2700 Einzelbewilligungen ausgestellt, im Jahr davor waren es noch rund 2500. Zudem gibt es derzeit knapp 1400 Dauerbewilligungen, die im Besitz von Behörden, Firmen und Anwohnern sind.

Insgesamt wurden zwischen April 2017 und März 2018 knapp 9600 Fahrten gezählt – gut 300 mehr als in der Vorjahresperiode. Sicherheitsvorsteher Wolf begründet den Anstieg mit der regen Bautätigkeit im Uetliberggebiet. Er verweist unter anderem auf die Gleisbauarbeiten in der Kurve Ringlikon. (oli)

Erstellt: 16.05.2018, 05:07 Uhr

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