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Mehr als nur «das Dorf an der Kreuzung»

Dank des Strassen- und Freiraumprojekts soll Nürensdorf einen Dorfkern samt Kreisel bekommen.

Von Simone Pflüger Nürensdorf &endash Rund 120 Personen nutzten am Mittwochabend die Chance, in der Nürensdorfer Mehrzweckhalle Ebnet aus erster Hand mehr über das Strassen- und Freiraumprojekt zu erfahren. Gemeindepräsident Franz Brunner präsentierte zu Beginn einige Bilder. Darauf waren die mangelhaften Fahrbahnbeläge auf der Alten Winterthurer- und der Lindauerstrasse zu sehen, die saniert werden müssen. Auch die Lichtsignalanlage genügt nicht mehr den heutigen Anforderungen. Das Strassen- und Freiraumprojekt geht aber über diese dringend notwendigen Massnahmen hinaus. Nürensdorf soll einen Dorfkern bekommen, der diesen Namen verdiene, sagt Brunner: «Wir wollen nicht mehr nur das Dorf an der Kreuzung sein.» Die bestehende Kreuzung soll durch einen Kreisel ersetzt werden. Entlang der Strassen sieht das Projekt breite, gepflasterte Fussgängerzonen vor, die auf einer Ebene mit den Fahrstreifen liegen. Dazu würde die einst angehobene Alte Winterthurerstrasse wieder gesenkt. Im neuen Dorfkern soll auch die Sicherheit nicht zu kurz kommen: «Der Dorfkern wirkt dann wie ein Platz und veranlasst die Autofahrer, aufmerksamer und langsamer zu fahren», sagt Brunner.Projektverfasser Stephan Salm von der SNZ Ingenieure und Planer AG stellte weitere Planungselemente vor. Zum Beispiel soll die Bushaltestelle Sennhütte umgebaut und zur zentralen Bushaltestelle des Dorfes werden. Erwähnt wurde die Freilegung des Dorfbaches entlang der Alten Winterthurerstrasse. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 4,7 Millionen Franken. Der Kanton übernimmt davon 2,8 Millionen Franken, worin die sowieso fälligen Strassensanierungen enthalten sind. Für die zusätzliche Aufwertung des Dorfbildes bezahlt die Gemeinde einen Anteil von 1,9 Millionen Franken. Über den Kredit in dieser Höhe stimmen die Nürensdorfer Stimmberechtigten am 23. November an der Gemeindeversammlung ab. Wie Projektleiter Rolf Grau vom kantonalen Tiefbauamt erklärte, rechnet er damit, ab März 2013 mit dem Bau zu beginnen, sofern die Nürensdorfer grünes Licht geben. Öffentlichen Verkehr fördern Während der anschliessenden Diskussion bekundeten die Anwesenden reges Interesse. Kritisiert wurde nebst der Lage eines Fussgängerstreifens vor dem Zentrum Bären vor allem die Bushaltestelle Sennhütte. Da es sich um eine Fahrbahnhaltestelle handelt, bei der die Busse direkt auf der Strasse halten und nicht in eine Busbucht einfahren, befürchteten einige Personen, dass Rückstaus entstehen könnten. Rolf Grau wandte ein, dass Fahrbahnhaltestellen einfacher bedienbar seien und der öffentliche Verkehr schliesslich gefördert werden solle.

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