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Mehr Arbeit für die Ombudsfrau

Winterthur – Beinahe 200 Personen meldeten sich letztes Jahr bei der Winterthurer Ombudsfrau Viviane Sobotich. Damit hat die Zahl der Fälle gegenüber dem Vorjahr um rund 25 zugenommen. Mal ging es um ein verlorenes Gebiss, das der Beistand nicht ersetzen will, dann aber auch um komplexe baurechtliche Entscheide. Oder dann wiederum um eine Strassenbaustelle, die einer Blumenfrau das Leben schwer macht. Die Kleinunternehmerin beklagte sich, dass ihr Umsatz seit Baubeginn um 60 000 Franken eingebrochen sei, weil keine Kunden mehr vor ihrem Blumenladen parkieren könnten. Sie verlangte Schadenersatz von der Stadt, kam aber damit nicht durch. Stattdessen empfahl ihr der Rechtsdienst des Baupolizeiamtes, sich beim Sozialamt zu melden. Dort gebe es Überbrückungskredite für kleine Firmen in Not. Auch die Ombudsfrau legte der Blumenfrau diesen Weg nahe. «Entschädigungsforderungen für Umsatzeinbussen wegen Baustellen haben kaum Chancen», sagt Sobotich. Dennoch beschritt die Blumenfrau den Rechtsweg und zog ihre Forderung an die nächste Instanz weiter. Der Entscheid steht noch aus. Angestellte beklagten sich Knapp ein Drittel der Fälle (66) betraf indes das Sozialdepartement, das schon in den Vorjahren Spitzenreiter war. Davon stammten 15 Beschwerden von Angestellten unter anderem wegen der hohen Arbeitsbelastung und der Reorganisation des Bereichs Alter und Pflege. Oft auch suchten Sozialhilfeempfänger, Bevormundete und ältere Leute die Hilfe von Sobotich: «Sie erhoffen sich durch mich manchmal einen rascheren Zugang zu den Amtsstellen.» Viele Anfragen kamen von Mitarbeitenden des Schul- und Sportdepartements (15). Diese hätten vor allem mit den neuen ausserschulischen Betreuungsangeboten und damit verbundenen Anstellungsbedingungen zu tun gehabt, sagt die Ombudsfrau. Weitere externe Fälle betrafen die Polizei (27), das Baudepartement (22) und das Finanzdepartement (13). Bei Letzterem ging es vor allem um Steuerfragen. (rd)

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