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Mehr Leben in Küsnachts Mitte

100 Küsnachter sammeln konkrete Ideen für ein neues Dorfzentrum. Noch herrscht Zuversicht.

Küsnacht - Wie soll Küsnacht in 10 Jahren aussehen? Die Frage beschäftigte am Samstag die Teilnehmer eines mehrteiligen Workshops, in dem die Küsnachter Schritt für Schritt einen gemeinsamen Nenner für ein neues Dorfzentrum suchen. Im Pfarreizentrum St. Georg bearbeiteten die Anwesenden in Gruppen verschiedene Themen, die sie an ihrer ersten Sitzung im September bestimmt hatten: zum Beispiel das Angebot von Wohnungen, Einkaufsmöglichkeiten, Verkehrsfragen, die Aufwertung des Bahnhofareals oder Grünflächen im Dorf.

Die Wünsche sollten realistisch sein, ermahnte der von der Gemeinde beauftragte Moderator Michael Emmenegger die rund 100 Teilnehmer gleich zu Beginn. Deren Vorstellungen scheinen grösstenteils umsetzbar zu sein: Auch in zehn Jahren soll es noch eine Bäckerei und eine Metzgerei im Dorf geben - und nicht nur die Migros und den Coop, hiess es etwa. Zudem sollen die Parkplätze unter dem Boden verschwinden, und eine Fussgängerzone oder ein Marktplatz soll das Dorfleben bereichern. Viele Küsnachter wünschen sich ausserdem mehr bezahlbare Wohnungen. Der Bahnhof solle besser für Behinderte und Alte erschlossen werden und die Eisenbahnlinie nicht mehr so sehr das Dorf zerschneiden wie heute, lauteten weitere Anregungen.

Angst vor den alten Konflikten

Über die meisten Punkte bestand - anders als 2007, als die Küsnachter ein Zentrumsprojekt des Gemeinderats verwarfen - Einigkeit. Allerdings glauben die wenigsten, dass dies so bleiben wird. «Jetzt ist alles noch einfach - aber wenn es dann um die konkrete Umsetzung geht, wird es wieder zu Konflikten kommen», gab eine der Anwesenden zu bedenken.

Viele befürchten daher, dass sich in den kommenden Workshops alte Gräben wieder auftun könnten - spätestens dann, wenn die Teilnehmer Empfehlungen zuhanden des Gemeinderats verabschieden sollen. Michel Wenzler

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