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Mehr Sicherheit und Natur an Rütis Bächen

Aus dem kanalisierten Feienbächli ist mitten im Rütner Siedlungsgebiet eine naturnahe Oase geworden. Die Gemeinde will weitere Gewässer aufwerten.

Von Walter Sturzenegger Rüti – Das Quartier Drei Eichen in Rüti hat ein Stück Natur zurückerhalten und ist jetzt besser vor Hochwasser geschützt. Gestern weihten Gemeinderat und Projektverantwortliche mit Anwohnern das für 230 000 Franken umgestaltete Feienbächli ein. Zwischen Ferrach- und Moosstrasse erhielt das Gewässer auf einer Länge von 180 Metern sein natürliches Bachbett zwischen unterschiedlich geneigten Uferböschungen zurück. Im schlimmsten Fall können nun 6500 Liter Wasser pro Sekunde abfliessen, was einem Hochwasser entspricht, das statistisch nur alle 100 Jahre vorkommt. Zuvor war der Bach kanalisiert. Den Kanal säumten behelfsmässige Uferverbauungen, standortfremde Zäune und Gartensitzplätze, aber auch Altmetall- und Grüngutdeponien. Die Bachsanierung ist gelungen, waren sich die Beteiligten gestern einig. Das ist nicht selbstverständlich. Bis die Eigentümer einen Teil ihrer Gärten zur Verfügung stellten, seien einige Verhandlungen nötig gewesen, erinnert sich Bauamtsleiter Primin Strässle. «Man hat sich aber gütlich einigen können.» Dies strebe das Bauamt auch bei künftigen weiteren Projekten an. Geplant ist unter anderem, in fünf bis sieben Jahren den unteren Feienbächlilauf bis zur Mündung in die Jona aufzuwerten. Das Feienbächli ist ein Beispiel für die Gewässersanierungen, die sich der Gemeinderat vorgenommen hat. 2006 liess er sämtliche öffentlichen Fliessgewässer untersuchen. Dieses Monitoring förderte Schäden an Verbauungen, illegale Einbauten und Ablagerungen, aber auch wuchernde Problempflanzen zutage. Und es bildet die Grundlage für eine langfristige Revitalisierung der öffentlichen Gewässer und die Verbesserung des Hochwasserschutzes. Pro Jahr investiert die Gemeinde laut Strässle rund 100 000 Franken. In den vergangenen Jahren wurden das Wehr beim Giessenweiher abgebrochen und Laufenbach, Rütiwald- und Gubelbächli renaturiert. Nächstes Jahr sollen die Arbeiten an einem 600 Meter langen Stück des Dachseggbächlis bei der Überbauung Weiher aufgenommen werden.

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