Zum Hauptinhalt springen

Milchhütte als Stolperstein

Zumikon - Die Zumiker Milchhütte ist ein Zeitzeuge aus dem letzten Jahrhundert. Zugleich ist sie ein potenzielles Hindernis für das geplante Schulzentrum Farlifang. Nun prüft die kantonale Denkmalkommission im Auftrag der Gemeinde, ob das Milchhüttli schützenswert ist. Diesen Auftrag vergab Zumikon jedoch nicht aus eigenem Antrieb: Der Verschönerungsverein Zumikon (VVZ) habe sie um die unabhängige Expertise des kantonalen Gremiums ersucht, sagt der stellvertretende Zumiker Gemeindeschreiber Ernst Enzler auf Anfrage.

Er rechne fest damit, dass die kantonale Denkmalkommission das Milchhüttli als schützenswert einstufe, sagt Eric Coebergh, Beisitzer des VVZ. Falls dem so sei, werde man bei der Gemeinde beantragen, dass die Hütte in das Inventar der schutzwürdigen Objekte aufgenommen werde - um sie so vor dem Abriss zu retten, sagt Coebergh. Die Milchhütte müsste dem geplanten Schulzentrum Farlifang weichen, über dessen Baukredit die Zumiker im März an der Urne abstimmen. Die Expertise der Denkmalkommission werde darum noch vor diesem Termin vorliegen, sagt Coebergh. Bis dann stehe die Milchhütte provisorisch unter Schutz.

Befürworter des Schulzentrums sehen in der Forderung nach Denkmalschutz die Absicht, den geplanten Bau des Farlifangs zu verhindern. Dem widerspricht Coebergh: «Wir haben uns nicht von den Gegnern des Schulzentrums einspannen lassen.» Er selbst habe nichts gegen das Projekt - die Milchhütte sei ihm aber wichtiger. Komme die kantonale Denkmalkommission hingegen zum Schluss, dass die Milchhütte nicht schützenswert sei, lasse es der VVZ dabei bewenden. (sih)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch