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«Mis Dach isch dä Himmel vo Züri»

Auf dem Platzspitz haben am Samstag rund zweitausend Menschen von Pfarrer Sieber Abschied genommen. Hier war einst die «Hölle auf Erden».

Zweitausend Personen sind am Samstag auf dem Platzspitz zusammengekommen, um Pfarrer Sieber zu verabschieden.

Nach der Abdankungsfeier im Grossmünster fand diesen Samstagnachmittag auf dem Platzspitz die zweite Gedenkfeier für Pfarrer Ernst Sieber statt.

Auf dem Pavillon mitten im Park spielten Toni Vescoli und die Sieber Band, und Etienne Conod, ein langjähriger Weggefährte von Pfarrer Sieber, trat mit seinem Song «Pfuusbus-Blues» auf. Neben Regierungsrätin Jacqueline Fehr gedachte auch Stadtpräsidentin Corine Mauch des wohltätigen Pfarrers, der am Pfingstsamstag im Alter von 91 Jahren verstorben ist.

Am Samstagnachmittag finden sich rund 2000 Menschen auf dem Platzspitz ein, um von Pfarrer Sieber Abschied zu nehmen.
Am Samstagnachmittag finden sich rund 2000 Menschen auf dem Platzspitz ein, um von Pfarrer Sieber Abschied zu nehmen.
Doris Fanconi
Toni Vescoli singt eine abgewandelte Version von Bob Dylans «Times they are a-changin'».
Toni Vescoli singt eine abgewandelte Version von Bob Dylans «Times they are a-changin'».
Doris Fanconi
Etienne Conod singt den Pfuusbus-Blues: «Pfuusbus, Pfuusbus, hüt zAbig schlafi nöd veruss, Pfuusbus, Pfuusbus, jetzt isch mitem Früre Schluss!»
Etienne Conod singt den Pfuusbus-Blues: «Pfuusbus, Pfuusbus, hüt zAbig schlafi nöd veruss, Pfuusbus, Pfuusbus, jetzt isch mitem Früre Schluss!»
Doris Fanconi
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Viele waren da, die einst auf dem Platzspitz verkehrten

Christoph Zingg, Gesamtleiter der Sozialwerke Pfarrer Sieber SWS, gemahnte in seiner Eröffnungsrede an den Platzspitz, der «für viele unter uns die Hölle auf Erden» war. In den 80er- und 90er-Jahren war der Park der Mittelpunkt der offenen Drogenszene, er wurde auch «Needle Park» genannt. «Wir versprechen uns heute, dass wir weitermachen, ganz im Sinn und Geist von Pfarrer Sieber: Du bisch nöd ällei», sprach Zingg.

Unter den Besuchern, deren Anzahl die Organisatoren auf rund 2000 Personen schätzten, befanden sich viele Menschen, die einst auf dem Platzspitz Drogen konsumierten. Einige von ihnen sind gekommen, um sich auf diese Weise bei Pfarrer Sieber zu bedanken. «Er hat mein Leben gerettet», sagte eine Betroffene, die seit zwei Jahren in einer Einrichtung der SWS lebt.

Quelle: SDA

Essen und Trinken wurden gratis angeboten, und die Institution Suneboge, eine Wohn- und Arbeitsgemeinschaft im niederschwelligen Suchtbereich, verteilte gelbe Luftballons mit ihrer Botschaft: «Mis Dach isch dä Himmel vo Züri».

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